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Stress bei Kindern: Auch Kinder leiden unter Stresssymptomen

Stress bei Kindern: Auch Kinder leiden unter Stresssymptomen
© Scott Griessel

Die Sorge ums Aussehen macht unseren Kindern Stress

Anstatt sich mit Barbie, T-Rex und Versteckenspielen zu beschäftigen, geht den Kindern von heute ihr Erscheinungsbild durch den kleinen Kopf. Kinder im Grundschulalter haben Stress. Alleine in Deutschland leidet laut einer Studie der Universität Lüneburg jedes dritte Kind im Schulalter unter Stresssymptomen. Aussehen, häufiges Alleinsein, großer Druck in der Schule und fehlende Freizeit sind die Ursache dafür. Die Folgen sind Schlaf- und Essstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Leistungsabfall, Verhaltensauffälligkeiten, Angstzuständen und Depressionen. Eine Studie der Universität in Malaga hat 1.000 Kinder in Stresssituationen untersucht und den Hauptauslöser für Stress entlarvt: Bereits im Alter von vier Jahren machen sich die süßen Kleinen Sorgen um ihr Aussehen und ihre Figur. Zum Beispiel bedeutet es für übergewichtige Kinder Stress pur, wenn ihr Umfeld sie immer wieder auffordert, doch mit dem Süßigkeiten essen aufzuhören.

Schule macht Stress

Der Druck nimmt im Laufe der Kindheit weiter zu. Schule an sich kann schon ein Stressauslöser sein. Kommen zum Beispiel Schulnoten ins Spiel, geht die Stressmaschinerie weiter. Und schließlich stresst es Kinder, wenn sie morgens das Haus schon sehr früh verlassen müssen.

Ist das Klassenklima schlecht, geht das den Kindern an die Seele. Eltern sind hier gefragt, ihre Kinder ernst zu nehmen und nachzufragen. Oft ist es Kindern nicht recht, wenn Eltern sich ungefragt einmischen. Daher ist es wichtig, gemeinsam mit den Kindern zu überlegen, was getan werden kann.

Zu viele Termine

Fehlende Freizeit ist ebenfalls ein Grund für Stress - Eltern bürden ihren Kindern mit Nachmittagsveranstaltungen, wie Sport, Musik und Sprachen viel auf.

Gestresste Kinder sind auch das Ergebnis von Familien, in denen beide Eltern arbeiten und Kinder ihre Tage alleine meistern müssen. Alleine sein und keinen Ansprechpartner haben, ist für ein Kindergemüt das reinste Gift.

Was hilft bei Kinderstress?

Wenn Eltern Stress als Ursache für die verschiedensten Symptome ausmachen, gibt es Möglichkeiten ihnen zu helfen. Die schlimmste Wahl wären Medikamente. Die beheben die Symptome, aber die Ursache nagt weiter an der Seele. Entspannungsübungen, Massagen und Ruhesituationen sind Möglichkeiten um einen Gegenpol zum Schulstress zu setzen.

Richtig vorleben

Eltern leben ihren Kindern den Umgang mit Stress vor. Wenn Mami also über zwei Pfund Übergewicht klagt und jammert, ist das nicht der beste Weg seinem Kind einen entspannten Umgang mit seinem Körper vorzuleben. Es ist sinnvoll, Kindern eine gesunde Lebensform zu zeigen. Dazu gehören gemeinsam eingenommene Mahlzeiten. Schnell verschlungene Mahlzeiten sind Stress für Magen und Seele. Ein geregelter Tagesablauf mit vielen Pausen für selbstbestimmte Freizeit ist der beste Weg Ihrem Kind eine stressfreie Kindheit zu ermöglichen. Ist der Tag eines Kindes anstrengend gewesen, kann ein Entspannungsbad mit Melisse hilfreich sein oder eine Massage mit Lavendelöl. Berührungen und Zuwendung wirken wie Balsam auf eine gestresste Kinderseele.

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