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Stillende Mütter bleiben im Alter schlanker

Stiillen ist nicht nur gut für Babys, auch die Mütter profitieren davon
Stiillen ist nicht nur gut für Babys, auch die Mütter profitieren davon © id-foto.de - Fotolia, Engel id-foto.de k

Geringerer BMI bei Frauen, die gestillt haben

Mütter, die stillen, werden im Alter mit einem geringeren Body Mass Index (BMI) belohnt, so eine Studie britischer Forscher, die die Daten von fast 750.000 Teilnehmerinnen zwischen 50 und 64 Jahren ausgewertet haben. Jedes halbe Jahr Stillzeit reduziere den BMI dabei langfristig um rund ein Prozent.

Die Teilnehmerinnen der Studie, die insgesamt mindestens sechs Monate lang gestillt hatten, wiesen nach den Wechseljahren einen um rund 0,22 Punkte niedrigeren BMI auf als nicht stillende Frauen. Bei einem Durchschnitts-BMI der Studienteilnehmerinnen von 26,2 entspreche dies knapp einem Prozent. Frauen, die insgesamt zehn Monate gestillt hatten, hatten sogar einen um 0,5 Punkte reduzierten BMI. Stillen kann demnach die Häufigkeit der durch Übergewicht ausgelösten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs deutlich reduzieren, schreiben die Forscher der University of Oxford.

Zahl der Kinder hat gegenteiligen Effekt auf BMI

Genau gegensätzlich verhält es sich mit der Zahl der Kinder, die eine Frau zur Welt bringt: Der BMI der Studienteilnehmerinnen stieg mit jedem weiteren Kind leicht an - Frauen mit vier oder mehr Kindern hatten nach den Wechseljahren einen um durchschnittlich 1,7 Punkte höheren BMI als kinderlose Frauen. Sowohl die Anzahl der Kinder als auch das Stillverhalten der Mütter beeinflussen das Gewicht demnach langfristig, auch wenn beide Effekte voneinander unabhängig sind und nicht durch Umweltfaktoren beeinflusst werden.

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