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Stillen: Wie lange will ich meinem Kind die Brust geben?

Kanada will Stillen auch älterer Kinder fördern
Viele Mütter fragen sich: Wie lange soll ich mein Kind stillen? Die kanadische Regierung will Müttern Mut machen, auch ältere Kinder zu stillen. © © HealthyCanadians.gc.ca

Kanadische Regierung ermutigt Mütter zum Kleinkind-Stillen

Wie lange soll ich mein Kind stillen? Diese Frage stellt sich jede stillende Mutter irgendwann. Fast kein Thema wird so kontrovers diskutiert wie das Stillen - und zwar nicht nur in Deutschland. Die kanadische Regierung will Müttern nun mit einer Kampagne Mut machen, auch Kinder zu stillen, die dem Säuglingsalter schon entwachsen sind. Mit dem Slogan „Breastfeeding is not just for newborns“ (sinngemäß: Stillen ist nicht nur für Neugeborene gut) fordert sie genau das.

In vielen Ländern der Welt ist es völlig normal, dass Frauen ihre Kinder bis zum Kleinkindalter stillen. In vielen westlichen Ländern ernten Frauen hingegen schiefe Blicke, wenn sie ihre Kinder stillen, die schon laufen können. Dennoch entscheiden sich immer mehr Frauen bewusst dazu, ihre Kinder auch im Kleinkindalter noch zu stillen. Dies begründen sie damit, dass das Stillen die Bindung zum Kind erhöht, dessen Gesundheit stärkt und darüberhinaus einfach praktisch ist.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt, dass Muttermilch Kleinkinder vor schweren Krankheiten schützt und die Intelligenz der Kinder fördert. Die WHO empfiehlt Müttern, ihre Kinder bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus zu stillen.

Eine aktuelle Umfrage aus Großbritannien zeigt, dass weniger als ein Prozent der britischen Mütter ihre sechs Monate alten Babys ausschließlich stillen. Gleichzeitig zeigt die Studie, die nun im Magazin 'Maternal & Child Nutrition' veröffentlicht wurde, dass viele Mütter, die ihre Kleinen nur eine kurze Zeit gestillt haben, ihre Entscheidung bereuen. Und viele Frauen möchten zwar stillen, haben aber Probleme damit. Das Ziel der kanadischen Kampagne ist es, auch diese Mütter zu ermuntern, sich Hilfe zu suchen und nicht zu schnell aufzugeben, wenn es nicht von Anfang an klappt. Und so appelliert die Kampagne: Reden hilft!

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