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Stiftung Warentest: Nur drei Blutdruckmessgeräte überzeugen

Stiftung Warentest: Nur drei Blutdruckmessgeräte überzeugen
Das sind die besten Blutdruckmessgeräte © Andrei Tsalko - Fotolia

Blutdruckmessgeräte bei Stiftung Warentest

Millionen Menschen in Deutschland müssen regelmäßig ihren Blutdruck messen, weil sie wegen erhöhtem Blutdruck in ärztlicher Behandlung sind. Die Blutdruckmessgeräte müssen zuverlässig arbeiten, denn im schlimmsten Fall führt ein zu hoher Blutdruck zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Stiftung Warentest hat 15 verschiedene Modelle getestet.

Alle Geräte im Test messen oszillometrisch. Das bedeutet, die Manschette, die entweder um Handgelenk oder Oberarm gebunden wird, pumpt sich auf, klemmt dabei kurzzeitig die Blutgefäße ab und lässt dann wieder locker. In der Zeit des Lockerlassens fließt das Blut nur stockend und gibt Schwingungen ab, die das Gerät erfasst. Einige Geräte, unter anderem der Testsieger, können alternativ auch bereits beim Aufpumpen messen. Diese Methode ist für manche Nutzer angenehmer, da der Druck auf dem Arm niedriger ist.

Sämtliche Geräte messen für den Blutdruck zwei Werte, den systolischen und den diastolischen. Bei optimalem Blutdruck befindet sich der obere systolische Wert unter 120, der diastolische unter 80. Sämtliche Geräte erfassen ebenfalls den Puls. Bewertet wurde hinsichtlich der Messgenauigkeit, der Wiederholgenauigkeit sowie der Störanfälligkeit und der Handhabung der Geräte.

Drei überzeugen, drei fallen durch

Insgesamt schnitten von 15 Geräten lediglich drei Geräte mit dem Qualitätsurteil 'gut' ab, drei andere erreichten nur ein 'ausreichend'. Testsieger ist das 'Omron RS2', das mit einer Preisempfehlung von 21 bis 30 Euro auch das günstigste Blutdruckmessgerät ist. Es wird am Handgelenk angebracht und überzeugt nicht nur mit der besten Blutdruckmessung, sondern auch mit der niedrigsten Störanfälligkeit. Dafür verzichtet es auf Extra-Features, wie einen besonders hohen Speicher für vorangegangene Messungen sowie eine Möglichkeit zur Datenübertragung auf Smartphones oder PCs.

Auch das zweitplatzierte Gerät fürs Handgelenk, der Boso Medistar+, verzichtet auf technischen Schnickschnack und kommt zum schmalen Preis mit ähnlich guter Funktionalität wie das Omron RS2. Im Vergleich mit dem Omron ist es etwas störanfälliger und verzichtet auf die Möglichkeit zur Messung in der Aufpumpphase. Dafür ist hier die Wiederholgenauigkeit etwas höher.

Bei den Oberarmmessgeräten überzeugt das 'Boso Medicus X' als einziges Gerät mit der Gesamtnote 'gut'. Es liegt mit etwa 50 Euro im mittleren Sektor der Oberarmmessgeräte, ist etwas störanfälliger als die beiden Testsieger aus der Handgelenksparte und verzichtet ebenfalls auf technische Extra-Features sowie die Messung während der Aufpumpphase.

Am schlechtesten bewerteten die Tester das 'Beurer BM 85'. Über die iOS-App werden Nutzername und Passwort unverschlüsselt übertragen. Ein absolutes No-Go. Außerdem schneidet das Gerät im Gesamtergebnis nur ausreichend ab, genau wie die beiden Handgelenkgeräte 'Sanitas SBC 21' und 'Aponorm Mobil Soft Control'

Die Top 3 Blutdruckmessgeräte:

- Omrom RS2

- Boso Medistar+

- Boso Medicus X

Die 3 schlechtesten Blutdruckmessgeräte im Test:

- Sanitas SBC 21

- Aponorm Mobil Soft Control

- Beurer BM 85

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