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Stiftung Warentest checkt Babyfone: Zuverlässig sind nur 'Klassiker'

Babyfone im Test
Zuverlässig sollte ein Babyfon schon sein. Die 'Stiftung Warentest' rät zur Vorsicht bei Babyfon-Apps. © picture-alliance / dpa, Chad Ehlers

Irgendeinen Mangel haben alle Babyfone

"Endlich, das Baby schläft!" Dieser Stoßseufzer übermüdeter Neu-Eltern mündet aber gleich in die Frage: Und was, wenn mein Baby plötzlich aufwacht und schreit, und ich bin nicht da? Womit wir beim Thema Babyfon sind. 'Stiftung Warentest' hat 24 Geräte, die den süßen Schlummer der Kleinsten überwachen sollen auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Irgendeinen Mangel haben sie alle.

Die Warentester listen fünf Eigenschaften auf, die von einem guten Babyfon erwartet werden:

1. Zuverlässig

2. Störfestigkeit

3. Ausreichend hohe Reichweite

4. Leichte Bedienbarkeit

5. Wenig Elektrosmog

Im Test waren 15 herkömmliche Babyfone, 2 Baby-Webcams, 4 Babyfon-Apps und 3 schnurlose Festnetztelefone mit Babyfon-Funktion. Am zuverlässigsten - so das Resultat der Untersuchung - sind die klassischen Babyfone. Testsieger in dieser Sparte mit reiner Tonübertragung wurde das Philips Avent SCD501 für im Schnitt 52 Euro. Einen Nachteil hat das Gerät jedoch: Der Akku lässt sich nicht am Gerät aufladen.

Babyfon-Apps sind nicht zu empfehlen

Bei den Apparaten mit Bildübertragung schnitt das Audioline Watch & Care für 87,50 Euro am besten ab. Nachteil dieser beiden 'klassischen' Babyfon-Geräte ist jedoch ihre geringe Reichweite. Weiter als ein paar Zimmer dürfen sich die Eltern nicht entfernen.

Wollen Eltern weiter weg, um zum Beispiel im Garten etwas Sonne zu tanken, dann empfiehlt sich eine Kombination aus schnurlosem Festnetzgerät mit Babyfon-Funktion und Anrufweiterleitung aufs Handy. Hier empfehlen die Tester das Panasonic KX-THG222 für 74 Euro. Nachteil: Fällt der Strom aus oder ist der Akku des Schnurlostelefons leer, gibt es keinen Alarm.

Problematisch ist auch: Telefonieren die Eltern mit ihrem Handy, dann müssen sie die 'Anklopfen'-Funktion aktiviert haben, sonst geht der Babyfon-Alarm ins Nichts. Das Aktivieren der Anklopfen-Funktion könnte technisch weniger versierte Eltern jedoch überfordern.

Die beiden getesteten Baby-Webcams bekommen kein 'gutes' Testergebnis. Sie sind umständlich in der Handhabung und außerdem nicht wirklich zuverlässig. Es gab immer wieder Verbindungsabbrüche. Auch von den drei getesteten Babyfon-Apps raten die Tester ab. Sie sind teilweise kompliziert im Handling, wenig zuverlässig, weil sie Störungen nicht immer anzeigen und haben manchmal schlicht Mängel in der Programmierung.

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