Steuererklärung 2011: Diese Tipps bringen Bares

Holen Sie sich Ihr Geld zurück!

Wie wäre es mit einer Finanzspritze von 800 Euro? Tut auch gar nicht weh - befolgen Sie bei der Steuererklärung für 2011 einfach die Tipps der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Es gibt einige Neuerungen im Steuerrecht, die sich für den Arbeitnehmer lohnen. In diesen Bereichen besteht noch Spar-Potenzial:

Die besten Tipps für Ihre Steuererklärung 2011.
Steuererklärung 2011: Es ist gar nicht schwierig, Geld vom Finanzamt zu bekommen. Oft helfen schon einfache Tipps. © Smileus - Fotolia

Job

- Der Pauschbetrag für Werbungskosten ist auf 1.000 Euro angestiegen. Im Klartext bedeutet das, dass Sie beruflich bedingte Ausgaben besser von der Steuer absetzen können. Und das lästige Belege-Einreichen fällt weg - zumindest, wenn Ihre Werbungskosten unter der Grenze von 1.000 Euro bleiben. Jeder weitere Euro an beruflich bedingten Kosten muss weiterhin einzeln belegt werden.

- Auch die Fahrtkosten für den Weg zur Arbeit gehören zu den Werbungskosten. Eine Neuerung betriff die Pendlerpauschale: Arbeitnehmer dürfen die Pauschale (30 Cent pro Kilometer für den Hinweg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz) nur noch für eine Arbeitsstelle ansetzen. Bei Fahrten zu anderen Einsatzorten zählen die tatsächlichen Kosten, etwa für Zug-Tickets.

- Sie fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit? Dann können Sie wählen, ob Sie die tatsächlichen Kosten oder die Pendlerpauschale angeben. Rechnen Sie aus, was Ihnen mehr Geld einbringt. Wichtig: Sie brauchen Belege für Ihre Ticket-Kosten!

- Der Staat fördert weiter berufliche Fortbildungen. Wer ein Zweit- oder Aufbaustudium absolviert, kann seine Ausgaben als Werbungskosten angeben.

Eltern profitieren von neuen Regelungen

Kinder

- Gute Nachricht für alle Eltern: Der Fiskus akzeptiert seit Neuestem nicht mehr nur 'berufsbedingte' Betreuungskosten, sondern auch 'nicht berufsbedingte' Ausgaben. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind zwei Drittel der Betreuungskosten absetzbar, aber maximal 4.000 Euro pro Kind.

- Was Viele nicht wissen: Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge der Kinder gehen in der Steuererklärung der Eltern als Sonderausgaben durch. Und zwar sogar, wenn der Nachwuchs schon in der Ausbildung ist und die Beiträge selbst zahlt.

- Der Freibetrag pro Kind und Elternteil liegt übrigens bei 2.184 Euro - dieser ist jetzt auch übertragbar auf einen Elternteil.

Wohnung

- Der ewige Streit geht in die nächste Runde: Wer darf ein heimisches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen und wer nicht? Es gilt: Falls der Arbeitnehmer keinen anderen Arbeitsplatz hat, muss das Finanzamt Kosten bis 1.250 Euro akzeptieren (Hochschullehrer und Richter sind von der Regelung ausgenommen).

- Reine Heimarbeiter sind in der glücklichen Lage, ihr Büro in voller Höhe von der Steuer absetzen zu können – auch und gerade, wenn es sich um ein angemietetes Büro handelt (Miete und Nebenkosten sind problemlos absetzbar).

- Sie haben einen Computer und einen neuen Schreibtisch für Ihr Heimbüro gekauft? Sämtliche Belege einreichen! Kosten für Arbeitsmittel und Büromaterialien erkennt das Finanzamt an.

Anzeige