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Sterilisation mit 30 Jahren: Holly Brockwell hat gekämpft und gewonnen

Holly ist dreißig und will sich sterilisieren lassen
Holly ist dreißig und will sich sterilisieren lassen Sie kämpft darum, keine Kinder bekommen zu können 00:01:06
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Holly Brockwell kämpfte jahrelang für eine Sterilisation

Sie ist weiblich, jung – und will keine Kinder. Holly Brockwell, eine 30-jährige Journalistin, hat jahrelang erfolglos versucht, einen Arzt zu finden, der sie sterilisiert. Sie sei zu jung, eine solche Entscheidung zu treffen, wurde ihr gesagt. In öffentlichen Netzwerken wurde sie beschimpft und beleidigt – doch jetzt hat Holly Brockwell ihren vierjährigen Kampf gewonnen.

Holly Brockwell war sich schon immer ganz sicher, dass sie keine Kinder haben möchte. Über ihre Entscheidung, keine Kinder kriegen zu wollen, hat die Journalistin mehrere Artikel veröffentlicht. Mit der Folge, dass sie auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken als "gefühllos" und "egoistisch" beschimpft wurde, wie Holly Brockwell gegenüber dem 'Telegraph‘ berichtet. Nachdem sie öffentlich in der BBC über ihren Wunsch gesprochen hatte, musste sie sich üblen Anfeindungen aussetzen. Es sei gut, "dass sie sich nicht fortgepflanzt hätte, damit nicht noch mehr Menschen wie sie auf diesem Planeten herum laufen würden". Doch Hollys Entscheidung blieb.

Über lange vier Jahre hat ihr behandelnder Arzt ihre Bitte abgelehnt. Sie sei zu jung, um diese Entscheidung treffen zu können. Doch Holly blieb standhaft, allen Widrigkeiten zum Trotz. Jetzt wurde ihr Wunsch endlich bewilligt und Holly Brockwell wird aller Voraussicht nach im Laufe dieses Jahres sterilisiert.

Die 30-Jährige ist überglücklich, auch wenn sie weiß, dass sie bei den meisten Menschen auf Unverständnis mit ihrer Entscheidung stößt. "Das ist etwas, was ich schon seit Jahren möchte, aber es heißt nicht, dass ich mir die Entscheidung leicht gemacht hätte", so Holly Brockwell gegenüber dem 'Telegraph‘.

Bei einer weiblichen Sterilisation werden die Eileiter verschlossen, so dass die weiblichen Eier nicht nach unten wandern können, um befruchtet zu werden. Wenn später der Wunsch nach eigenen Kindern doch wieder stärker wird, gibt es zwei Möglichkeiten: Eine Operation, in der versucht wird, wieder funktionsfähige Eileiter herzustellen oder eine künstliche Befruchtung. Beide Methoden sind nur in wenigen Fällen erfolgreich und mit großen Risiken behaftet.

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