Steinigung: Frau wegen ihres Facebook-Accounts zum Tode verurteilt

Steinigung: Frau zum Tode verurteilt
Im Nahen Osten werden mehr Frauen als Männer gesteinigt. © picture alliance / AP Photo, Jerome Delay

Steinigung im nahen Osten - häufig sind es Frauen

Im syrischen Rakka soll ein Mädchen zu Tode gesteinigt worden sein, weil es einen Facebook-Account besaß. Fatum Al-Jassem wurde laut mehreren Berichten am 12. Februar hingerichtet. Zuvor hatte sie das Scharia-Gericht zu Tode verurteilt. Grundsätzlich werden im Nahen Osten mehr Frauen als Männer gesteinigt – sie haben oft die schlechteren Karten vor Gericht.

Häufig fehle den Frauen das Geld für eine gute Verteidigung, wie aus einem Bericht von Amnesty International hervorgeht. Zudem gilt die Zeugenaussage einer Frau nur, wenn sie von zwei Männern bestätigt wird. Und generell gilt die Aussage nur halb so viel wie die eines Mannes.

Welche Hintergründe zur Steinigung von Fatum Al-Jassem geführt haben, ist unklar. Das religiöse Al-Reqqa Gericht soll entschieden haben, dass es sich um unmoralisches Verhalten handelt, wenn eine Frau einen Facebook-Account hat. Deshalb verhängte es die gleiche Strafe wie für Ehebruch, wie die iranische 'Fars News Agency' berichtete. Eine offizielle Bestätigung des Falles gibt es jedoch nicht.

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