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Stechinsekten: So beugen Sie Stichen vor

Hilfe gegen Insektenstiche
Der Sommer ist da! Je mehr wir uns der Sonne zuwenden, umso mehr bieten wir uns auch stechenden und beißenden Insekten an. Mücken, Bremsen und Grasmilben sind scharf auf unser Blut, Wespen und Bienen wehren sich mit einem Giftstachel. © dpa, Stephan Jansen

Jeder wirkt anziehend: Die Stechinsekten kommen!

Wespen, Bienen und Hornissen: Ihr Stich ist zu Recht gefürchtet. Er ist schmerzhaft und – falls Sie allergisch reagieren – auch gefährlich. Besonders Stiche in Mund und Hals können lebensbedrohlich werden.

Sie sollten deshalb möglichst nicht aus Dosen trinken. Da könnte in einem unbeobachteten Moment ein Tierchen reingekrabbelt sein. Ansonsten gilt, auch für Flaschen und Gläser: Abdecken mit einem Bierdeckel oder einer Serviette. Bringen Sie das auch ihren Kindern bei. Bei Stichen in Mund und Hals sollten Sie immer 112 anrufen. Lebensgefahr!

Mücken: In unseren Breiten sind sie zum Glück nur lästig, aber nicht gefährlich. Malaria gibt’s in Europa nur als Import-Krankheit. Dennoch kann uns schon das hohe Sirren einer einzelnen Mücke eine üble schlaflose Nacht bescheren. Mücken werden in stehenden Gewässern ausgebrütet. Das kann schon eine Gießkanne, eine Wassertonne oder eine Vogeltränke sein. Hier gilt: abdecken oder ausleeren.

Angezogen werden Mücken von unserer Körpertemperatur und vom CO2 in unserem Atem. Wer das Fenster auflässt und das Licht brennt, zieht damit also keine Mücken an, wohl aber jede Menge Falter und ähnliches. Die Stichgefahr lässt sich dadurch verringern, dass Sie in der Dämmerung – der liebsten Tageszeit der Mücken – helle Kleidung tragen. Dunkle Kleidung und starke Hell-Dunkel-Kontraste locken Mücken an. Deshalb gibt es die meisten Stiche an Stellen, wo die Kleidung aufhört: um Kragen und Manschetten herum.

Um Mückenstiche zu verhindern gibt es diverse Präparate. Zum größten Teil enthalten sie die Chemikalie DEET, die in Verdacht steht, in hohen Konzentrationen das Nervensystem anzugreifen. Vorsicht also! Eventuell ist es bei empfindlichen Menschen besser, das Zeug auf die Kleidung zu sprühen. Nachteil: Gewebe mit Kunststoffanteilen werden dadurch angegriffen.

Sonnen Sie sich noch oder wurden Sie schon gestochen?

Bremsen: Die großen grauen Fluginsekten können sehr schmerzhaft zubeißen. Im Unterschied zu den Mücken lieben sie die pralle Sonne. Bremsenabwehr funktioniert mit den gleichen Substanzen wie Mückenabwehr. Ansonsten hilft Aufmerksamkeit. Wenn Sie merken, dass sich etwas auf Ihnen niedergelassen hat – ohne zu summen! – beseitigt auch ein rascher Schlag das Problem.

Grasmilben: Diese Biester haben eines mit uns Menschen gemein - sie lieben sonnige Plätzchen. Wo das Gras kurz und trocken ist und es schön warm wird, vermehren sich die Tierchen rasant. Sie sind so winzig, dass sie trotz ihres orangeroten Körpers kaum zu sehen sind. Das Fiese: Ihre Bisse werden erst am nächsten Tag bemerkt. Dann überzieht ein Teppich kleiner, irrsinnig juckender Bläschen die betroffenen Hautpartien.

Ist das der Fall, sollten Sie Ihre Kleidung und das Bettzeug gründlich waschen. Duschen Sie und benutzen Sie einen Waschlappen. Geben Sie ein, zwei Tropfen Teebaumöl auf den feuchten Lappen, aber Vorsicht: Mancher reagiert auf das Öl empfindlich.

Gegen den Juckreiz hilft ein Umschlag mit kaltem Speisequark. Gut sind auch Eiswürfel oder Kühlpads. Drücken Sie sie aber nicht zulange auf die Haut, sonst gibt es Erfrierungen. Wenn alles nicht hilft, sollten Sie zum Arzt gehen. Der verschreibt Ihnen Antihistamine oder Cortison haltige Salben.

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