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Starb Kaley (33), weil Ärzte den Knochenkrebs für eine Sportverletzung hielten?

Kaley Fitzsimmons
Kaley Fitzsimmons starb 12 Monate nach der Geburt ihres Kindes

Kaleys Tochter ist erst ein Jahr alt

Was für eine tragische Geschichte: Dank einer erfolgreichen Nierentransplantation konnte Kaley Fitzsimmons aus Birmingham in England ihren größten Wunsch wahr machen und ein gesundes Mädchen auf die Welt bringen. Doch eine ärztliche Fehldiagnose ermöglicht es der 33-Jährigen nun nicht, ihre Tochter Gracie aufwachsen zu sehen.

Drei Monate nach der Geburt bekommt die Fitnesstrainerin heftige Schmerzen in ihrem Bein, die von den Ärzten als 'sportliche Überbelastung‘ bezeichnet werden. Sieben Monate nach der Geburt stellt sich heraus, die ganze Sache ist ernst: Kaley hat einen bösartigen Tumor. Sie durchlebt eine Chemotherapie und lässt sich schließlich sogar das rechte Bein abnehmen. Doch der Kampf gegen den Krebs kam zu spät. Die Mutter stirbt, als ihre Tochter erst ein Jahr alt ist.

"Ich fühlte mich abgespeist, denn ich kenne meinen Körper. Ich bin nicht diejenige, die zum Arzt geht, obwohl nichts Ernsthaftes ist. Und ich hatte das Gefühl, dass die ganze Sache nicht ernst genommen wurde“, das sagte Kaley 'Mail Online‘ vor ihrem Tod. Von etlichen Ärzten bekam die frischgebackene Mutter Physiotherapie wegen der Schmerzen in ihrem Bein verschrieben. Sieben Monate nach der Geburt ihres Kindes bestand sie schließlich auf eine MRT-Untersuchung.

Nach Chemotherapie folgte Beinamputation

Es stellte sich heraus, dass ein krebsartiger Tumor auf ihrem Becken heranwuchs. Osteosarkom lautete die Diagnose, ein aggressiver Knochenkrebs. Die Mutter nahm eine Chemotherapie auf sich, ließ sich sogar das rechte Bein amputieren um den Tumor daran zu hindern, sich weiter auszubreiten. "Für drei Tage konnte ich meinen Körper nicht anschauen, doch letztendlich war ich einfach glücklich, für mein kleines Mädchen am Leben zu sein.“

Die lebensrettende Operation kam leider zu spät: Kaley hatte weiterhin heftige Schmerzen. Der Krebs hatte sich mittlerweile ausgebreitet und ihre Lunge befallen. Eine Heilung war unmöglich. „Hätte ich diese Diagnose rechtzeitig bekommen, hätte meine Behandlung möglicherweise erfolgreich sein können und meine Familie müsste das jetzt nicht durchmachen. Bitte, ich flehe alle Ärzte an, mögliche Alternativen zu berücksichtigen und nicht als nachgeburtliche Beschwerden abzutun, wenn eine frischgebackene Mutter unerwartete Schmerzen aufweist.“

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