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Spreizfuß: Ursache und Behandlung der Fußfehlstellung

Bild: Spreizfuß - Ursache und Behandlung der Fußfehlstellung
Woher kommt die Fehlstellung? © Getty Images/iStockphoto, Halfpoint

Welche Therapie bei einem Spreizfuß sinnvoll ist

Der Spreizfuß zählt zu den am häufigsten auftretenden Fußfehlstellungen unserer Zeit. Denn Tatsache ist: Begünstigende Voraussetzungen für Spreizfüße weist laut Experten bereits jeder Zweite auf. Doch was genau ist ein Spreizfuß und welche Maßnahmen wirken vorbeugend oder sogar lindernd?

Von einem Spreizfuß ist dann die Rede, wenn sich das Quergewölbe des Fußballens senkt und sich dadurch der Vorfuß verbreitert. Die Mittelfußknochen spreizen sich immer weiter auseinander, vor allem der zweite und der dritte Mittelfußknochen sind betroffen. Dort bilden sich vermehrt Schwielen und Hühneraugen. Auch kann es zu groben Verformungen der großen Zehe kommen, was nicht selten mit einem Hallux valgus – also einem Schiefstand des Großzehs – endet.

Die Schmerzen beim Spreizfuß entstehen dadurch, dass durch die Fehlstellung auf einmal Stellen am Fuß belastet werden, die vorher keinerlei Gewicht tragen mussten. Hinzu kommen die sich bildenden Schwielen, Druckstellen oder Hornhaut, die ebenfalls das Auftreten und den Gang erschweren. Vor allem Frauen haben unter Spreizfüßen zu leiden.

Ursachen der für einen Spreizfuß

Dass besonders Frauen von dieser Fehlentwicklung betroffen sind, liegt an der Tatsache, dass Frauen häufig unter schwachem Bindegewebe leiden. Auch das Tragen von falschen Schuhen, die entweder zu hohe Absätze haben und/oder vorne spitz zulaufen, begünstigt einen Spreizfuß.

Eine weitere Ursache, die für den Spreizfuß mitverantwortlich ist, ist Übergewicht. Das erklärt auch den Grund, warum der Spreizfuß oft erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Doch auch Kinderfüße sind vor dieser Fußfehlstellung nicht gefeit. Als häufigste Ursache gilt hierbei genetische Veranlagung.

Diagnose: Spreizfuß

Ob es sich tatsächlich um einen Spreizfuß handelt, kann im Stehen anhand der typischen Absenkungen des Fußgewölbes und der Ausbreitung des Vorfußes festgemacht werden. Einen genauen Beweis liefern Röntgenaufnahmen, auf welchen im Falle einer Fehlentwicklung, die aufgefächerten Mittelfußknochen klar zu erkennen sind.

Auf dem Röntgenbild würde sich außerdem der veränderte Winkel zwischen erstem und zweitem Mittelfußknochen abzeichnen. Die Fußdruckmessung gibt zusätzlich Auskunft darüber, auf welche Knochen eine Überbelastung ausgeübt wird.

Wie kann ein Spreizfuß behandelt werden?

Ziel der Behandlung eines Spreizfußes ist es, die Überbelastung einzudämmen und das Gewicht wieder gleichmäßiger auf den gesamten Fuß zu verteilen. Kommt es zu dauerhaft anhaltenden Schmerzen, ist eine Therapie unabdingbar.

Gängige Therapiemaßnahmen stellen in diesem Fall Fußgymnastik unter Anleitung eines Physiotherapeuten sowie häufiges Barfußlaufen zur Stärkung der Fußmuskulatur dar. Befindet sich der Spreizfuß in einem besonders schmerzhaften Reizzustand, empfehlen sich Umschläge, Schmerzmittel und absolute Ruhe. Helfen Therapien dieser Art nur wenig, kann eine computervermessene, speziell auf die Fußform angepasste Einlage Linderung verschaffen. In besonders schweren Fällen ist auch die Möglichkeit eines operativen Eingriffs in Erwägung zu ziehen.

Übungen, die einen Spreizfuß lindern

1. Übung: Seil verknoten

Für diese Übung benötigen Sie ein etwas dickeres, etwa ein Meter langes Seil. Dieses legen Sie vor sich auf den Boden. Anschließend schnappen Sie sich einen Stuhl und setzten sich davor. Nun versuchen Sie das Seil mit ihren Zehen zu greifen und die Enden miteinander zu verknoten.

2. Übung: Auf Zehenspitzen gehen

Diese Übung bei einem Spreizfuß ist deutlich weniger kompliziert als die erste aber mindestens genauso effektiv. Mit ihr lässt sich ihre gesamte Fußmuskulatur stärken. Stellen Sie sich einfach auf die Zehen und lassen Sie Ihre Fersen zehn Mal rechts und zehn Mal links herum kreisen, ohne sie dabei abzusetzen. 

3. Übung: Die Tennisball-Massage

Für diese Übung benötigen Sie einen Tennis- oder ähnlichen großen Ball. Stellen Sie sich anschließend aufrecht hin und lassen Sie den Ball unter Ihrer Fußsohle kreisen. Variieren Sie dabei immer wieder den Druck. Dann wird gewechselt.

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