Spracherkennungssoftware 'Siri' soll Täter entlarven

Spracherkennungssoftware überführt Täter
Smartphones können mithilfe von Sprachassistenten Fragen von Benutzern beantworten. © dpa, Sven Hoppe

Mutmaßlicher Mörder fragte 'Siri' nach Versteck für Opfer

Pedro Bravo steht in den USA vor Gericht. Der Amerikaner soll im September 2012 seinen Mitbewohner getötet haben. Das Verblüffende an der Geschichte: Die Spracherkennungssoftware 'Siri' soll ihn als Täter überführen. Das berichtet unter anderem das Online-Magazin "Time".

"Ich muss meinen Mitbewohner verstecken": Diese Worte soll der mutmaßliche Täter am 20. September 2012 an den Apple-Sprachassistenten 'Siri' gerichtet haben. Siri antwortete sogar auf die Frage und gab dem jungen Mann vier mögliche Orte zur Auswahl: Sümpfe, Reservoire, Müllhalden und Metallgießereien. An diesem Tag sah man Pedros Mitbewohner Christian Aguilar zum letzten Mal lebend. Drei Wochen später fand man Aguilar erdrosselt in einer Art Grab auf.

Eigentlich sind die Antworten der Spracherkennungssoftware als Scherz gemeint, doch für ein Gericht in den USA ist dies offenbar Beweis genug: Das Gericht beschuldigt Bravo des Mordes an seinem Mitbewohner. Der Mordverdacht wird auch durch die Tatsache bekräftigt, dass das Opfer eine Affäre mit der Freundin von Bravo gehabt haben soll, so das Online-Portal "Time".

Weiterhin fand der Kriminalbeamte Matt Goeckel heraus, dass Pedros Handy-Taschenlampe in der Mordnacht neun Mal eingeschaltet wurde und für 48 Minuten geleuchtet haben soll. Auch Bravos Äußerungen bezüglich des Aufenthaltsorts zum Tatzeitpunkt stimmen laut den Kriminalbeamten nicht mit dem Standort des Handys nicht überein.

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