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Sport macht glücklich! So wirkt Bewegung sich auf die Stimmung aus

Sport macht glücklich! So wirkt Bewegung sich auf die Stimmung aus
© IKO

Sport macht glücklich! Aufwärtsbewegungen beeinflussen uns positiv

Dass es gesund ist, sich zu bewegen, wissen wir schon. Jetzt aber haben niederländische Wissenschaftler einen spannenden Zusammenhang herausgefunden: Es gibt bestimmte Bewegungen, die uns obendrein glücklich machen.

Zusammen mit seiner Kollegin Katinka Dijkstra von der Erasmus-Universität Rotterdam führte Daniel Casasanto vom Max-Planck-Institut in Nijmegen eine Studie über Armbewegungen durch. Dabei mussten die Probanden Glasmurmeln in ein Regal legen und sich dabei an positive Ereignisse erinnern. Hinterher sollten sie davon erzählen. Die Wissenschaftler maßen mit einer Stoppuhr, wie lange dies dauerte. Dabei stellte sich heraus, dass den Probanden wesentlich schneller schöne Erlebnisse einfielen, wenn sie sich beim Wegräumen der Murmeln ein wenig recken mussten. Beim Bücken dauerte dies dagegen deutlich länger.

Ein weiteres Experiment bestätigte das Ergebnis: Bei Abwärtsbewegungen erinnerten sich die Probanden eher an schlechte als an positive Erlebnisse. Umgekehrt fielen ihnen bei Aufwärtsbewegungen überwiegend positive Dinge ein. Recken und Strecken Sie sich also ruhig öfter mal.

Sport wirkt wie Antidepressivum

Aber nicht nur Aufwärtsbewegungen machen uns glücklich, auch Sport ist gut fürs Gemüt: Forscher der Yale-Universität in New Haven entdeckten durch Studien an Mäusen, dass das Gehirn als Reaktion auf körperliche Bewegung die Produktion eines natürlichen Antidepressivums ankurbelt. Die Forscher nahmen zwei Gruppen von Mäusen unter die Lupe: Während die erste in einem normalen Käfig gehalten wurde, durfte sich die zweite nachts in einem Laufrad austoben.

Nach sieben Tagen beobachteten die Wissenschaftler bei den sportlichen Tieren eine messbare Steigerung der Aktivität des Hippocampus. Diese Hinregion wird beim Menschen mit Depressionen in Verbindung gebracht und ist dann häufig verändert. Für die Aufmunterung ist ein spezielles Gen zuständig, das sogenannte VGF. Seine Bildung geht mit einer ganzen Reaktionskette einher, an dessen Ende eine größere Flexibilität der Nervenzellen und ein verbesserter Stoffwechsel stehen.

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