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Spielzeugwaffen besser als ihr Ruf: So fördern sie sogar die Kreativität von Kindern

Spielzeugwaffen besser als ihr Ruf
Spielzeugwaffen besser als ihr Ruf Fördern Kreativität und Selbstbewusstsein 00:02:47
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Bei echter Gewalt hört der Spaß auf

76 Prozent aller Jungen und 29 Prozent der Mädchen haben sie im Kinderzimmer: Spielzeugwaffen. Ob Cowboypistole, Piratensäbel oder Laserschwert - viele Eltern glauben, dass genau solche Spielzeuge Aggression und Gewaltbereitschaft von Kindern fördern. Psychologen geben jetzt Entwarnung.

So schlecht wie ihr Ruf sind Spielzeugwaffen gar nicht, so die Expertenmeinung. Kindern könne es sogar gut tun, sich ab und zu damit zu beschäftigen. Psychologin Rüy Kocalevent erklärt, die Kinder würden sich beim Spiel mit Waffen stark fühlen und könnten so Unsicherheiten im Alltag ausgleichen. Es fördere auch die Kreativität. Es müsse aber klare Regeln für den Umgang mit den Waffen geben. Eltern könnten die Kinder auch anleiten, die Waffe selbst zu basteln. Gut sei aber, wenn klar erkennbar sei, dass es keine echte Waffe ist.

Verbieten sollten Eltern den Umgang mit Spielzeugwaffen jedenfalls nicht. Denn "wenn man etwas tabuisiert, führt es dazu, dass die Kinder es heimlich machen und das Spiel ausartet", sagt die Psychologin. Dennoch sollten Eltern die Augen offen halten. Wenn Gewalt ins Spiel kommt oder Gewaltszenen aus Film und Fernsehen nachgespielt werden, sollten sie unbedingt eingreifen und mit ihrem Kind darüber sprechen.

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