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Sonnenallergie: Was tun gegen Mallorca-Akne?

Diagnose Sonnenallergie: So sehr leidet Peggy
Diagnose Sonnenallergie: So sehr leidet Peggy 10 bis 20 Prozent der Deutschen sind betroffen 00:02:11
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Mallorca-Akne betrifft vor allem helle Hauttypen

Peggy Oellrich verbringt den Sommer im Schatten. Und das schon seit 15 Jahren. Damals trat ihre Sonnenallergie ganz plötzlich das erste Mal auf. Und damit ist Peggy nicht alleine. Wir zeigen, wer besonders gefährdet ist und was gegen die Sonnenallergie hilft.

Sonnenallergie-Symptome
Die Sonnenallergie-Symptome vermiesen Betroffenen den Alltag. Fiese Quaddeln und Pusteln jucken fürchterlich.

"Das Problem trat von jetzt auf gleich auf. Ich bin abends nach dem Sonnenbaden nach Hause gekommen und hatte überall Pusteln und Quaddeln im Dekolleté, aber auch am Oberarm und am Rücken. Das hat fürchterlich gejuckt", sagt Peggy Oellrich. Genau das sind die typischen Symptome für die sogenannte Mallorca-Akne, die häufigste Form der Sonnenallergie.

Oft dauert es mehrere Wochen, bis der juckende Ausschlag wieder verschwindet. Peggy ist damit nicht allein. 10 bis 20 Prozent der Deutschen leiden unter einer Sonnenallergie. "Prinzipiell kann eine Sonnenallergie jeden treffen. Es gibt allerdings einige Hauttypen, die eher dazu neigen - insbesondere die, die sehr helle Haut haben", sagt die Dermatologin Dr. Heike Heise. Auch Kinder können häufiger von einer Sonnenallergie betroffen sein.

Für Peggy sind es vor allem die Reaktionen auf ihre Allergie, die ihr so zu schaffen machen. "Andere Leute wissen nicht, was ich habe, wenn sie an mir vorbeilaufen. Dann bleiben sie stehen und starren, anstatt mal zu fragen: 'Mensch, was hast du denn da?'" Peggy fühlt sich buchstäblich nicht wohl in ihrer Haut.

Sonnenallergie: So läuft die Behandlung

Aber was hilft gegen die Sonnenallergie? Expertin Dr. Heike Heise empfiehlt Folgendes: Wenn die ersten Symptome wie Juckreiz oder Rötungen auftreten, sollte man unbedingt die Sonne meiden und die betroffenen Stellen leicht kühlen - das hilft gut gegen das Jucken und das leichte Brennen. "Sollten diese Maßnahmen nicht helfen, ist natürlich wichtig, dass Sie einen Arzt aufsuchen, um weitere Medikamente verordnet zu bekommen, etwa leichte Kortison-Cremes", sagt die Dermatologin.

Peggy Oellrich verzichtet zurzeit noch auf eine Kortison-Behandlung. Sie verbringt den Sommer lieber im Schatten, aber ganz auf die Sonne will die 33-Jährige nicht verzichten. Ihren Kindern zuliebe geht Peggy manchmal trotzdem noch ins Freibad - natürlich mit dem nötigen Sonnenschutz.

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