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Sonne satt: Bräunen bis der Arzt kommt

Manche Menschen betreiben das Sonnenbaden so exzessiv, dass sich mit ihnen und ihren Fotos nun sogar ein ganzes Internetportal befasst. Aber so witzig und skurril manche Bilder auch sind - Fachleute warnen vor den Gefahren des übermäßigen Bräunens.

Birgit und Andreas Zühlke haben sich noch nie ungebräunt gesehen. Sie bräunen sich dreimal pro Woche auf der Sonnenbank - ungeschützt. Eigentlich wissen die 45-Jährigen, dass das nicht gesund ist. Aber sie können einfach nicht auf die künstliche Sonne verzichten.

„Das gibt mehr Selbstbewusstsein. Weiß fühlt man sich irgendwie als kranker Mensch“, sagt Birgit Zühlke. Dass sie süchtig sein könnten - davon wollen die beiden Sonnenanbeter nichts wissen. Auch wenn die Konfrontation mit der Meinung anderer nicht nur durch deren Blicke deutlich ausfällt. „Das ist mir schon zu kokelig“, kommentiert ein Passant auf der Straße die Hautfarbe der Zühlkes.

Die Sucht nach der Sonne, medizinisch Tanorexie genannt, kann eine der Ursachen dafür sein, dass in Deutschland jedes Jahr 130.000 Menschen an Hautkrebs erkranken. Doch Sorgen machen sich die wenigsten.

Dass das Sonnen bis der Arzt kommt noch nicht einmal schön ist und das Ideal vom braun gebrannten Körper längst überholt ist, wollen die wenigsten Sonnenanbeter hören. Sie sonnen sich weiter, ganz egal wie gefährlich es ist. Dabei ist der besonnte Teint nicht unbedingt schön – und gesund erst recht nicht.

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