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Sommerferien werden entzerrt: Termine für 2018 bis 2024 bekannt

Die Sommerferien für die Jahre 2018 bis 2024 wurden festgelegt. Der Zeitraum, in dem Sommerferien in allen Bundesländern stattfinden, wird erweitert.
Der Zeitraum, in dem die Ferien liegen, wurde erweitert. © dpa, Marc Müller

Zeitraum für Sommerferien wird erweitert

Die Kultusministerkonferenz hat die Termine für die Sommerferien in den Jahren 2018 bis 2024 festgelegt. Nach Protesten der Tourismusbranche wurde der Ferienzeitraum bundesweit etwas verlängert. Wie gehabt werden die Sommerferien nach der neuen Regelung nicht vor dem 20. Juli anfangen. Der letzte Ferientag wird nun allerdings der 13. September sein.

Die Termine für die Sommerferien werden von den einzelnen Bundesländern nach dem rollierenden System festgelegt: Abwechselnd sollen die Länder mal früher, mal später starten. Dieses System soll die Staus und überfüllte Hotels und Ferieneinrichtungen verhindern. Die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg behalten sich allerdings vor, als die letzten im Spätsommer Eltern mit Kindern in die Ferien zu entlassen.

Die Forderung nach einer Ausweitung des Zeitkorridors für die Sommerferien kam von der Tourismusbranche und dem Bundesland Schleswig-Holstein. Das Land hatte gegen die ursprüngliche Planung der Kultusminister Einspruch eingelegt. Die neuen Termine sollen nun "Planungssicherheit für Schulen, für den Sommerurlaub der Familien mit schulpflichtigen Kindern und für die Tourismusbranche" schaffen, so Sylvia Löhrmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz und nordrhein-westfälische Schulministerin.

Sommerferien-Termine: Kompromiss zwischen Pädagogik und Wirschaft

In den Jahren 2018 bis 2024 wird der Gesamtferienzeitraum im Schnitt 84,6 Tage betragen. Im Jahr 2019 ist der Zeitraum mit 95 sogar deutlich länger: Da überschneidet sich das Ende der Pfingstferien in Bayern und Baden-Württemberg mit dem Anfang der Sommerferien in Berlin und Brandenburg.

Sylvia Löhrmann ist überzeugt, dass die neue Lösung die Interessen der Tourismusbranche mit denen der Pädagogen vereinbart: "Sie basiert in erster Linie auf pädagogischen Überlegungen, berücksichtigt aber zugleich so weit wie möglich verkehrliche und touristische Belange. Wir sind bis an die Grenze des pädagogisch und schulorganisatorisch Vertretbaren gegangen".

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