SCHWANGERSCHAFT SCHWANGERSCHAFT

Sollte man den Wunschkaiserschnitt verbieten?

von
Pros und Contras bei einem Wunschkaiserschnitt
Pros und Contras bei einem Wunschkaiserschnitt Der einfache Weg bei der Geburt? 00:01:24
00:00 | 00:01:24

Video: Pros und Contras bei einem Wunschkaiserschnitt

Hatte vor 100 Jahren ein Baby bei der Geburt einen zu großen Kopf, glich dies einem Todesurteil für das Kind und nicht selten auch für die Mutter. Heute gibt es in solchen Fällen den Kaiserschnitt. Und selbst wenn Ärzte ihn aus medizinischer Sicht nicht machen würden, können sich Mütter bei der Geburt für den Wunschkaiserschnitt entscheiden. Doch ist es sinnvoll der Natur so ins Handwerk zu pfuschen?

Wissen Sie schon für welche Art der Geburt Sie sich eines Tages entscheiden werden, wenn Sie die Wahl hätten: natürliche Geburt oder Kaiserschnitt? Tatsächlich beeinflussen Sie mit dieser Entscheidung die Evolution von uns Menschen. Warum? Österreichische Wissenschaftler der Universität in Wien haben herausgefunden, dass die steigende Rate an Kaiserschnittgeburten tatsächlich Einfluss auf den Körperbau von Frauen und Babys nimmt.

Der Körper wird zunehmend untauglicher für Geburten

Damit das Kind in Zeiten, wo es den Kaiserschnitt noch nicht gab, natürlich zur Welt kommen konnte, waren zwei körperliche Voraussetzungen von Mutter und Baby gefragt:

  1. ein breites Becken der Mutter
  2. ein kleiner Kopf des Ungeborenen

Ein schmales Becken und ein zu großer Babykopf wurde von der Natur als risikoreich erachtet und somit wurden diese genetischen Eigenschaften auch nicht an nächste Generationen weitergegeben.

Als jedoch der Kaiserschnitt möglich wurde, hatten nun auch Frauen mit schmalem Becken kein Problem mehr, ein Kind gesund zur Welt zu bringen. Gleiches gilt für Babys mit überdurchschnittlich großen Köpfen. Die Folge: Passten vor 50 Jahren etwa drei Prozent der Babys nicht durch den Geburtskanal, sind es heutzutage zwischen 3,3 und 3,6 Prozent. Für so einen zeitlichen Wimpernschlag in der Geschichte des Menschen ist diese evolutionäre Anpassung beachtlich.

Sollte man den Wunschkaiserschnitt verbieten, um die Evolution aufzuhalten?

Die Forscher der Studie gehen davon aus, dass sich die Gene derart an eine Kaiserschnittgeburt anpassen, dass sich die ehemaligen körperlichen Voraussetzungen für die Geburt umkehren in:

  1. ein schmales Becken der Mutter
  2. einen großen Kopf des Ungeborenen

Was ist nun die Konsequenz dieser Ergebnisse? Sollte man den Wunschkaiserschnitt verbieten, um so die Merkmale ‚kleiner Kopf‘ und ‚breites Becken‘ wieder an folgende Generationen weiterzugeben? Tatsache ist, dass auch die veränderten Merkmale evolutionäre Vorteile mit sich bringen. So ermöglicht ein schmaleres Becken eine bessere Fortbewegung und die Überlebenschancen eines Säuglings steigen, je größer das Kind bei der Geburt ist.

Dass sich der menschliche Körper an technologische Veränderungen anpasst, ist an sich nichts Neues. So hatten unsere Vorfahren aus der Steinzeit deutlich größere Kiefer. Aufgrund der veränderten Nahrung und Nahrungszubereitung war dieser für uns irgendwann nicht mehr ‚zeitgemäß‘. Bleibt die Frage, ob irgendwann auch eine natürlich Geburt nicht mehr zeitgemäß sein wird … 

Youtuberin Tasha Maile stillt Baby während sie Sex hat
Youtuberin Tasha Maile stillt Baby während sie Sex hat Sie erntete scharfe Kritik von ihren Followern 00:01:07
00:00 | 00:01:07

Wenn Sie sich noch für weitere Beiträge aus dem Bereich Familie, Baby und Schwangerschaft interessieren, dann klicken Sie sich doch einfach durch unsere Video-Playlist!

Anzeige