Sodbrennen-Ursachen: So entsteht das Brennen in der Speiseröhre

14.02.11 16:26
Wenn es in der Brust brennt, kann es Sodbrennen sein. Was Sie tun müssen.
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Brennen in der Brust - Wie kommt es dazu?

Fast jeder kennt dieses brennende Gefühl im Brust- oder Bauchraum. Meist handelt es sich dabei um Sodbrennen oder medizinisch auch Reflux genannt. Schätzungsweise acht Millionen Deutsche leiden mehr oder weniger regelmäßig unter Sodbrennen. Aber auch, wenn daraus eher selten eine ernte Erkrankung entsteht, behandeln sollten Sie den Reflux auf jeden Fall.

Doch was genau sind die Ursachen für Sodbrennen?
Eine direkte Ursache, die zwangsläufig zu Sodbrennen gibt es nicht. Folgendes kann aber den Reflux fördern:

- Zu viel Kaffee, Alkohol und Nikotin
- einseitige Ernährung mit üppigen Mahlzeiten, fettes Essen, zu stark gewürzte und gebratene Speisen, frische Zitrusfrüchte, Fruchtsäfte, Zwiebeln, Schokolade und Tomaten vor allem am Abend
- Stress oder psychische Belastung
- falsche Essgewohnheiten, wie hastiges Hinunterschlingen von Speisen
- erhöhte Magensäureproduktion oder verzögerte Magenentleerung
- Übergewichtige und Schwangere leiden häufiger unter Sodbrennen, da die größere Körpermasse auf den Magen drückt
- Medikamente, die als Nebenwirkung den Schließmuskel zur Speiseröhre erschlaffen lassen
- organische Ursachen wie Erschlaffung des Schließmuskels oder eine verrutschte Magenwand

Was genau passiert bei Sodbrennen im Körper?
Grundsätzlich betrachtet ist Sodbrennen bzw. Reflux eine Funktionsstörung im menschlichen Verdauungstrakt. Aus unterschiedlichen Gründen gelangt Magensäure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre. Ursache dafür kann eine besonders üppige oder sehr saure Mahlzeit sein, genauso aber eine Störung des Schließmuskels am Mageneingang. Wenn sich der Reflux häuft und von Patienten als gravierend lästig oder gar schmerzhaft empfunden wird, dann sprechen Mediziner von einer Reflux-Erkrankung.

Magensäure sollte eigentlich immer im Magen bleiben, weil die dortige Magenschleimhaut einen entsprechenden Schutz vor der aggressiven Säure hat. Genau dieser Schutz fehlt der Speiseröhre. Gelangt also Magensäure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre greift die Säure die empfindliche Außenwand der Speiseröhre an. In manchen Fällen kann es zu einer Ösophagitis, einer Speiseröhrenentzündung, kommen. Je nach Ausprägung sind es dann entweder oberflächliche Entzündungen oder Geschwüre. Beides wird als erosive Reflux-Erkrankung (ERD) bezeichnet. Wenn eine chronische Entzündung vernarbt, kann das zu Verengungen im unteren Bereich der Speiseröhre und damit zu Schluckbeschwerden führen. Ob ein Patient Sodbrennen als unangenehm empfindet, hängt nicht davon ab, ob eine Entzündung vorliegt. Etwa zwei Drittel der Patienten haben trotz Reflux-Beschwerden keine Speiseröhrenentzündung, also eine nicht-erosive Reflux-Erkrankung (NERD).

Das können Sie selbst gegen Sodbrennen tun

Gegen Sodbrennen gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, mit der Betroffenen die Beschwerden mindern können:

- kleinere Mahlzeiten am Tag essen. Große Mahlzeiten nehmen logischerweise mehr Platz weg und führen zu einem übervollen Mageninhalt. Die Gefahr, dass hier Magensäure in die Speiseröhre gedrückt wird, ist erhöht.
- abends sollten Sie auf reichhaltige Mahlzeiten verzichten und nicht zu spät essen. Magensäure wird vermehrt nachts gebildet
- schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper. So fließt die Säure nicht so leicht die Speiseröhre hoch.
- reduzieren Sie Ihr Gewicht. Übergewicht bringt zusätzlichen Druck auf den Bauchraum.
- verzichten Sie auf Alkohol und Tabak
- vermeiden Sie stark säurehaltige Getränke wie Grapefruit-, Orangen-, Zitronensaft oder auch Weißwein und starkem Kaffee
- Süßigkeiten vermeiden, insbesondere keine Schokolade essen. Schokolade war in einigen Studien Sodbrennen-Auslöser
- auch scharfes, stark gewürztes Essen zeigten bei Betroffenen verstärkte Symptome. Allerdings ist nicht jedes Gewürz direkt brisant. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Wirkstoff Capsaicin, der für die Schärfe in Chilischoten verantwortlich ist, die Empfindlichkeit der Speiseröhre gegenüber dem Magensaft erhöht und somit das brennende Gefühl intensiviert.

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