So wenden Sie ein Dammmassageöl richtig an

Schwangere Frau mit dickem Bauch
Mit einer Dammmassage einem Dammriss vorbeugen © dpa, Maurizio Gambarini

Ein Dammmassageöl bereitet Ihr Gewebe auf die Geburt vor

Ein Dammmassageöl ist zur Vorbereitung auf die Geburt das A und O und gehört unbedingt in Ihren Utensilienschrank, wenn Sie die Gefahr, einen Dammriss zu erleiden, minimieren wollen. Wie ein Dammmassageöl richtig anwendet wird, lesen Sie hier.

Haben Sie Angst vor der Geburt und möchten sich mit einer Dammmassage möglichst gut vor etwaigen Rissen und Verletzungen schützen, benutzen Sie am besten ein spezielles Dammmassageöl. Da die empfindliche Haut zwischen Vagina und Anus bei der Geburt extremen Belastungen ausgesetzt wird, kann es sein, dass sie einreißt, beziehungsweise sogar aktiv eingeschnitten wird, um das stark gedehnte Gewebe zu entlasten.

Um die Haut im Bereich des Damms auf die bevorstehenden Strapazen optimal vorzubereiten, können Sie sie als werdende Mutter mit einem Dammmassageöl regelmäßig vorher behandeln. Angewendet mit einer speziellen Massage-Technik wird das Gewebe so flexibler und weicher.

Dammmassageöl: Die Vorbereitungen

Achten Sie darauf, dass Ihre Fingernägel sauber und möglichst kurz sind, wenn Sie ein Dammmassageöl verwenden. Sie können sich vorher auch ein ausgiebiges, warmes Bad genehmigen, damit Sie zu Beginn der Massage völlig entspannt sind.

Wichtig ist, dass Sie genügend Zeit haben und Ihnen kein Termin im Nacken sitzt. Andernfalls ist es mit der Entspannung und Effektivität der Massage dahin.

Das richtige Dammmassageöl wählen

Um Ihren Damm auf die Geburt vorzubereiten, können Sie sich ein spezielles Dammmassageöl aus der Apotheke besorgen, zum Beispiel ein Weizenkeimöl oder Vitamin-E-haltiges Öl. Es eignet sich aber auch ein Mandelkernöl, Jojobaöl oder Gleitgel. Gerne können Sie ein Öl verwenden, das gut riecht und die Massage damit umso angenehmer macht.

Das Dammmassageöl richtig anwenden

Nehmen Sie ausreichend Massageöl und verreiben es zwischen den Fingerspitzen, sodass es sich ein wenig erwärmt. Danach führen Sie den Daumen in die Scheide ein, während der Zeigefinger den Dammbereich in Richtung Daumen massiert. Der Daumen übt derweil einen leichten Gegendruck aus.

Das Dammmassageöl hat den Effekt, dass es die Hautbereiche besonders weich und geschmeidig macht, sodass die kleinen kreisenden Bewegungen, die Sie mit Ihren Fingern ausführen, die Scheidenwände optimal lockern und die Dammhaut gut durchblutet wird. Viele Frauen verteilen das Dammmassageöl zusätzlich entlang der äußeren Schamlippen. Weitere Massagetechniken finden Sie in unserem Artikel zu Dammmassage.

Die Massage sollte idealerweise regelmäßig zweimal am Tag durchgeführt werden, beginnend mit der 34. Schwangerschaftswoche.

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