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So verhalten Sie sich bei einem aggressiven Hund

So verhalten Sie sich bei einem aggressiven Hund

Das Verhalten eines aggressiven Hundes

Er knurrt und fletscht die Zähne.

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Er sträubt die Rückenhaare zu einem Kamm.

Er hat sämtliche Muskeln angespannt, die Haltung wirkt steif.

Die Lefzen sind hochgezogen, sodass seine Zähne entblößt sind.

Er blickt Sie direkt an.

Die Ohren sind nach vorne gerichtet und hochgestellt.

Abgehackte Bewegungen, eher als Anpirschen zu deuten (keine fließenden Bewegungen).

So verhält sich ein friedlicher Hund

Die gesamte Haltung wirkt entspannt und locker.

Der Schwanz steht weder hoch noch ist er eingezogen. Er wedelt vielleicht auch freundlich.

Der Gesichtsausdruck ist auch locker und entspannt, das heißt die Zähne sind nicht zu sehen, Ohren nicht gespitzt.

Die Rückenhaare sind glatt.

Der Hund läuft in fließenden Bewegungen.

Kommunikationsirrtümer zwischen Hund und Mensch

Die meisten Angriffe von Hunden lassen sich durch richtiges Verhalten vermeiden. Hunde sind von Geburt an soziale Wesen und verteidigen mit allen möglichen Mitteln ihr Revier. Bei angeketteten Hunden ist dieser Trieb besonders stark, wenn sie in der Nähe ihrer Behausung oder unterwegs in der Nähe ihrer Begleiter sind. Auch muss ein Mensch beim Umgang mit Hunden immer daran denken, dass seine Körpersprache eine ganz andere ist als die des Hundes. So kann ein Hund nicht wissen, dass ein Lächeln kein Zähnefletschen ist. Da die Ohren beim Menschen von Natur aus eng anliegen, drücken sie dem Hund gegenüber Unmut oder Aggression aus. Wenn man Hunde anstarrt, sich schnell bewegt oder eine Hand oberhalb seiner Augen hält, betrachtet ein Hund dies als Drohung oder Angriff und könnte aggressiv reagieren. Das zeigt ein Hund deutlich durch Bellen, Knurren, hochgezogene Lefzen, flach am Kopf liegende Ohren und gesträubte Haare. Und Vorsicht: Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, heißt das nicht immer, dass er gute Laune hat. Es zeigt nur, dass er erregt ist.

Verhalten beim Hundeangriff

Sehen Sie einen Hund oder mehrere, die OHNE Herrchen oder Frauchen unterwegs sind, gehen Sie diesen aus dem Weg. Wechseln Sie beispielsweise die Straßenseite. Aber auch Hunde, die Ihnen intuitiv Angst einjagen, nicht angeleint sind und keinen Maulkorb tragen, besser aus dem Weg gehen.

Ein Hundeangriff ist allerdings nicht nur wahrscheinlich bei einem herumstreunernden fremden Hund. Attacken passieren auch in der Familie, bei Freunden und Nachbarn. Man glaubt, den Hund zu kennen, schätzt ihn als friedlich und lieb ein und dennoch greift er wie aus heiterem Himmel an. Was Sie dann tun können...

Das gefährlichste ist, Angst zu zeigen

Der Umgang mit Hunden ist in Wirklichkeit sehr viel ungefährlicher, als viele denken. Ein Problem wird es erst, wenn man Angst vor dem Tier zeigt. Der Hund wittert die Angst, das weckt sofort den Jagdinstinkt. Ein Hund kann circa 1000 Düfte unterscheiden, ein Mensch nur ein Drittel davon. Sobald wir Freude, Aufregung, Wut, Glück, Traurigkeit oder eben auch Angst verspüren, produziert unser Körper Geruchsstoffe (Pheromone), die Menschen nur unbewusst wahrnehmen.

Starren Sie den Hund auf keinen Fall an - das wertet er als Herausforderung.

Bleiben Sie ruhig.

Bewegen Sie sich nicht ruckartig oder spontan, sondern nur langsam und fließend.

Sind Sie selbst Hundebesitzer, nehmen Sie Ihren Hund auf keinen Fall auf den Arm.

Sind Sie in Bewegung, beispielsweise als Jogger, und Ihnen kommt ein Hund entgegen ohne Leine und Maulkorb: Bleiben Sie besser stehen, der Hund könnte Ihr schnelles Auftreten als Angriff werten.

Laufen Sie niemals davon. Der Hund wird die Verfolgung aufnehmen.

Wenn Sie sich langsam entfernen, der Hund Ihnen jedoch nachläuft, drehen Sie sich um und gehen forsch auf ihn zu. Versuchen sie, ihn mit forschen Anweisungen zu verscheuchen. Achtung: Ihr Verhalten muss offensiv und selbstbewusst sein. Ein leise dahin gemurmeltes "Husch, weg!" beeindruckt den hartnäckigen Verfolger nicht. So demonstriert Sie ihm gegenüber nur Schwäche. Der Hund muss vielmehr verstehen, wie die Machtverhältnisse sind.

Gähnen Sie lauthals mehrmals hintereinander. Drehen Sie dabei Ihren Kopf ein wenig zur Seite.

Einsatz von Pfefferspray. Dabei auf die Windrichtung achten. Tipp: Testen Sie die Flasche bereits im Vorfeld.

Besonders empfindliche Stellen beim Hund sind Augen, Schnauze, Brust, Bauch und auch die Weichteile: Stechen Sie mit den Fingern in die Augen oder kneifen so fest wie möglich in die Schnauze, treten Sie in die Weichteile.

Schützen Sie Ihren Hals, Bauch und Gesicht mit den Armen.

Bewegen Sie sich langsam und rückwärts vom Hund weg.

Ist ein Stock in Ihrer Nähe? Stecken Sie diesen quer in den Rachen des Hundes.

Wird Ihr Hund angegriffen, gehen Sie unter keinen Umständen dazwischen. Selbst Ihr eigener Vierbeiner könnte Sie beißen, da er Sie im Kampf nicht schnell genug erkennt.