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So schützen Sie Ihr Kind vor Missbrauch

So schützen Sie Ihr Kind vor Missbrauch
© picture-alliance/ ZB, Jörg lange

Eltern können etwas tun

Kinder sind die Opfer. Sie haben kaum eine Chance, wenn ein Erwachsener sich Gewalt über sie verschafft. Schützen Sie ihr Kind vor Missbrauch: Eltern können viel tun, damit Kinder stark genug sind. Lehren Sie Ihr Kind die richtigen Verhaltensregeln, damit es gewappnet ist vor dem Übergriff von Tätern.

Wer ist der Täter?

Oft sind es gar nicht die fremden Männer, die Kinder missbrauchen. Es sind die Nachbarn, Verwandte, der nette Onkel oder Freunde von Ihnen, die sich Ihrem Kind unauffällig nähern können. Menschen, zu denen Ihr Kind Vertrauen hat. Ein schwieriges Unterfangen, Kindern die notwendige Vorsicht beizubringen, ohne gleich ein generelles Misstrauen und Angst allen Erwachsenen gegenüber aufzubauen.

So schützen Sie Ihr Kind

Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es NEIN sagen darf.

Kinder haben ein Recht auf eine eigene Meinung. Wägen Sie ab, wann Sie sich durchsetzen müssen und wann es angebracht ist, Ihrem Kind einen eigenen Willen zuzugestehen.

Ihr Kind hat das Recht über seinen Körper zu bestimmen.

Auch wenn die Oma noch so gerne einen Begrüßungskuss hätte, Ihr Kind hat das Recht, selbst zu bestimmen, wer ihm nahe kommt und wer nicht.

Auch Sie müssen sich an dieses Selbstbestimmungsrecht halten.

Wenn Ihr Kind keine Lust auf Kuscheln hat, müssen Sie das respektieren. Nur so lernt ein Kind, dass dieses Recht auch von Respektspersonen eingehalten wird und man nicht für eine Abweisung bestraft wird.

Bringen Sie Ihrem Kind so früh wie möglich bei, wie seine Körperteile heißen.

Nur wer weiß, dass er eine Scheide, einen Penis und einen Popo hat, kann im Ernstfall auch darüber sprechen, wenn etwas geschehen ist. Erklären Sie Ihrem Kind, dass diese Stellen nur ihm gehören und niemand dort hinfassen darf. Außer zum Beispiel im Kindergarten, wenn die Kindergärtnerin beim Toilettengang hilft.

Gute und schlechte Geheimnisse

Erklären Sie Ihrem Kind den Unterschied zwischen guten und schlechten Geheimnissen. Gute Geheimnisse behält man für eine kurze Zeitspanne. Zum Beispiel das Geburtstagsgeschenk für den Bruder. Ein schlechtes Geheimnis ist eines, was einem keine Freude macht. Und sogar Strafen angedroht werden. Solche Geheimnisse darf und muss man seinen Eltern erzählen.

Selbstbewusste Kinder trauen sich was

Wenn Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes stärken, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nicht unter Druck setzen lässt. Machen Sie Ihrem Kind Mut. Loben Sie es auch für kleine Dinge. So kann es sich zu einem starken kleinen Menschen entwickeln, der sich was (zu)traut.

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