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So pflegen Sie kleinere Verletzungen, die bei der Geburt entstanden sind

Bild: Geburtsverletzungen richtig behandeln
Verletzungen entstehen bei der Geburt in der Regel immer

Damit die Wunden schneller verheilen, sollten Sie diese Tipps beherzigen

Bei der Geburt wird der weibliche Körper - vor allem der Intimbereich - sehr in Mitleidenschaft gezogen. Wie Sie die entstandenen Verletzungen nach der Geburt richtig pflegen, lesen Sie hier.

Auch wenn wir unser Bindegewebe bereits Wochen vor der Geburt mit einer Dammmassage auf die kommenden Strapazen vorbereiten, bleibt die gewünschte Wirkung in manchen Fällen dennoch aus. Die Folge: Es kommt zu einem Dammriss. Dieser wird selbstverständlich nach der Geburt gründlich vernäht, doch muss er auch in den folgenden Tagen noch richtig gepflegt werden. Genauso wie andere kleine Verletzungen.

Kleinere Verletzungen sind nicht immer sichtbar

Reißt der Damm von selbst oder wird er eingeschnitten, muss die Wunde in der Regel vernäht werden. Dies geschieht unter lokaler Betäubung und ist daher nicht schmerzhaft. Ist der Riss nur sehr klein, wird er oftmals gar nicht genäht.

Doch selbst, wenn der Damm nicht sichtbar verletzt ist, haben sich Mikrofaserrisse gebildet. Denn das Bindegewebe musste sich schließlich in einer kurzen Zeit sehr schnell und sehr stark dehnen. Diese Risse können ein bisschen mit einem starken Muskelkater verglichen werden und so kann auch ein vermeintlich heil gebliebener Damm schmerzen.

Auch kann es zu Hämatomen, also Blutergüssen, an den Schamlippen, dem Dammgewebe und der Scheide kommen.

Kühlen

Kaltes Wasser, Eisbeutel, Gel- oder kalte Quarkkompressen lindern die Schmerzen der entstandenen Wunden und helfen beim Abschwellen des Gewebes. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die Eisbeutel oder Gelkompressen niemals direkt auf die Haut geben, sondern sich immer noch ein schützendes Tuch zwischen Haut und Eisbeutel befindet.

Ein Hebammen-Tipp: Tränken Sie ein paar Damenbinden mit Oliven- oder Sonnenblumenöl und frieren Sie diese ein. Durch das Olivenöl friert die Binde nicht komplett und Sie empfinden die Kälte als deutlich angenehmer und weniger aggressiv als bei einem normalen Kühl-Pack.

Sitzbäder

Sie helfen, Damm- und Scheidenverletzungen langsam wieder abheilen zu lassen. Geben Sie in das Sitzbad ein paar Tropfen Calendula-, Arnika- oder Kamille-Tinktur. Sie bewirken, dass die Nähte schneller verheilen und Schwellungen des Gewebes schneller abklingen. Allerdings sollten Sitzbäder nicht zu oft oder zu lange durchgeführt werden, denn sonst weicht die heilende Wunde wieder auf und der Heilungsprozess wird verzögert.

Regenerationssprays

Viele Hebammen und Mütter schwören auf sogenannte Regenerationssprays. Sie stellen eine gute Alternative zu Sitzbädern dar, denn sie können mehrfach am Tag großzügig auf die betroffene Stelle gesprüht werden. Das Spray wirkt durch Inhaltsstoffe wie Hamamelis, Schafgarbe, Lavendel-Öl und Bärentraube nicht nur entzündungshemmend, schmerzlindernd und kühlend, sondern auch desinfizierend und antibakteriell.

Narbenmassage

Wenn die Nähte eines Dammrisses oder -schnitts gezogen wurden, verspüren manche Frauen dennoch leichte Schmerzen. Geht es Ihnen auch so, sollten Sie regelmäßig eine Narbenmassage durchführen. Dazu benötigen Sie lediglich eine spezielle Narbensalbe, die Sie sich rezeptfrei in der Apotheke holen können.

Auch kann eine Massage mit dem verbliebenen Dammmassageöl oder auch mit Oliven- und Sonnenblumenöl helfen, die Narbe geschmeidiger zu machen.

Video: 5 Tipps für die Geburtsvorbereitung zu Hause

Jeder weiß, dass es Geburtsvorbereitungs-Kurse gibt, die man besuchen kann, wenn man Mutter wird. Doch auch von zu Hause aus können Sie einiges tun, um besser auf die Geburt vorbereitet zu sein. Wir haben im Video 5 Tipps für Sie.

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