So nehmen Sie Ihrem Kind die Angst vorm Zahnarzt

Keine Angst vorm Zahnarzt
Keine Angst vorm Zahnarzt © picture-alliance/ dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Nicht nur Kinder haben Angst vorm Zahnarzt

Niemand geht gerne zum Zahnarzt. Wenn selbst Erwachsene auf dem Zahnarztstuhl in kalten Schweiß ausbrechen, ist es nicht besonders verwunderlich, wenn auch dem Nachwuchs vor dem Zahnarztbesuch graust.

Doch das ist kein Grund, regelmäßige Termine einfach ausfallen zu lassen, oder immer wieder aufzuschieben. Je eher Sie Ihrem Kind die Angst vor dem Zahnarzt nehmen, desto besser. Im Grunde steht der erste Besuch an, sobald alle Milchzähne da sind, also im Alter von etwa zwei Jahren. Von da an sollten alle sechs Monate Kontrollbesuche eingeplant sein.

Ihr eigenes Verhalten spielt dabei eine größere Rolle, als Sie vielleicht denken. Mit Späßen übers Bohren und Zähne ausreißen machen Sie Ihrem Kind nur noch größere Angst. Auch wenn Sie immer nur dann hingehen, wenn es bereits Zahnschmerzen gibt, wird Ihr Sprössling ganz schnell die Zahnarztpraxis mit Schmerzen in Verbindung bringen. Am besten nehmen Sie Ihr Kind ab und zu mal zu einem Ihrer eigenen Kontrollbesuche mit. Verhalten Sie sich dabei ruhig und gelassen, um damit zu zeigen, dass Zahnkontrollen nicht nur ganz normal, sondern auch äußerst wichtig sind.

Bei regelmäßigen Besuchen gibt es außerdem zumeist weniger Grund für Panik. Schäden werden nämlich schneller erkannt und können verhindert werden, bevor es zu spät ist und der Zahn gezogen werden muss.

Kleine Tricks nehmen die Angst vorm Zahnarzt

Natürlich spielt auch die Wahl des Zahnarztes eine erhebliche Rolle. Versuchen Sie, einen geduldigen und verständnisvollen Arzt zu wählen, der sich für seine jüngeren Patienten gerne etwas mehr Zeit nimmt. Hat Ihr Kind wirklich extreme Angst vor der Untersuchung, sprechen Sie den Arzt am besten vorher schon darauf an, damit er entsprechend reagieren kann.

Wer regelmäßig Zähne putzt, hat auch ein viel geringeres Risiko, unter Zahnschmerzen zu leiden. Verzichten Sie aber dennoch darauf, Ihren Kindern mit dem Zahnarzt zu drohen, wenn sie sich gegen das Zähneputzen sträuben. Erklären Sie lieber in einfachen Worten, dass es wichtig ist, auf seine Zähne zu achten. Sätze wie "Wenn du dir jetzt nicht die Zähne putzt, müssen wir zum Zahnarzt und dann wird gebohrt" sind eher kontraproduktiv.

Hat Ihr Kind ein Lieblingskuscheltier, können Sie es gerne zur Untersuchung mitnehmen, denn es kann Ihrem Kind als Ablenkung dienen und kann eine aufmunternde Funktion einnehmen.

Steht doch eine schmerzhafte Prozedur bevor, sollten Sie Ihr Kind nicht anlügen und versprechen, dass es nicht wehtun wird, nur um es zu beruhigen. Wenn es danach nämlich doch wehtut, wird es Ihnen beim nächsten Mal nicht mehr glauben.

Vor allem aber hilft viel Geduld und Fürsorge. Ermutigen Sie Ihr Kind, Fragen zu stellen, wenn ihm etwas unverständlich ist und stehen Sie dann auch jederzeit mit den entsprechenden Antworten zur Verfügung. Drängen Sie nicht, wenn Ihr Kind Angst hat, den Mund aufzumachen, denn das gibt nur unnötigen Stress für alle Beteiligten. Gehen Sie es selbst ganz locker an und dann wird auch Ihr Nachwuchs bald merken: So schlimm ist der Zahnarztbesuch gar nicht!

Wenn alles überstanden ist und sich Ihr Kind vorbildlich benommen hat, kann es ruhig auch belohnt werden, zumindest mit einem großen Lob. Dann geht es beim nächsten Mal bestimmt schon viel besser.

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