So legen die Deutschen ihr Geld an

Immobilien als Altersvorsorge weiter hoch im Kurs

Die Deutschen sparen immer weniger, sehen aber keinen Grund zur Sorge. In einer repräsentativen Sparkassen-Umfrage (Vermögensbarometer 2013) bezeichneten 57 Prozent der Teilnehmer ihre finanzielle Situation als gut oder sehr gut. Jeder vierte Befragte erwartet zudem, dass es noch besser wird. Immer noch beliebt zur Altersvorsorge sind Immobilien.

Vermögensbarometer 2013
Die Deutschen sind mit ihrer finanziellen Situation überwiegend zufrieden.

Besorgniserregend ist nach Einschätzung der Sparkassen, dass die Bürger einen immer geringeren Anteil ihres Geldes sparen. "Von 100 Euro Nettoeinkommen werden nur noch 10,30 Euro zurückgelegt", so Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon. "Noch vor fünf Jahren waren es 11,50 Euro."

Um ausreichend für das Alter vorzusorgen, sei eine Sparquote von mindestens zehn Prozent nötig, so der Sparkassenverband. Lebensrisiken seien damit noch nicht abgesichert. Entsprechend fordern die Sparkassen, das Sparen staatlich stärker zu fördern.

Sparbuch und Aktien immer unbeliebter

Wenn es um die Geldanlage geht, haben sich in den letzten Jahren die Prioritäten verschoben. Durch die niedrigen Zinsen setzen immer weniger Deutsche auf das gute, alte Sparbuch. Auch Aktien sind nicht mehr so hoch im Kurs, nach der Finanzmarktkrise kann sich nur noch jeder Zehnte für die Anlageform begeistern.

Besonders beliebt für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge ist das Eigenheim. 50 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass das die perfekte Geldanlage ist. 30 Prozent vertrauen auf die Lebensversicherung und 27 Prozent sprechen sich für die private Rentenversicherung aus.

Aber auch wenn Immobilien eine gute Altersvorsorge sind: Sparer sollten nicht vergessen, dass in Großstädten die eigenen vier Wände oft überwertet sind - und damit Verluste eingefahren werden.

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