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So korrigieren Sie Erziehungsfehler bei Ihrem Hund

So korrigieren Sie Erziehungsfehler bei Ihrem Hund
© picture alliance / PIXSELL, Grgur Zucko/PIXSELL

Hund falsch erzogen: Was ist schiefgegangen?

Hört Ihr Hund nicht auf Sie, springt er Fremde an oder zieht er an der Leine? Diese Erziehungs-Tipps machen aus Ihrem Vierbeiner und Ihnen wieder ein funktionierendes Team.

Einen Hund erziehen kann jeder. Leider jedoch geht dabei so einiges schief. Und dann müssen die Erziehungsfehler mühsam wieder ausgemerzt werden. Aber dafür ist es nie zu spät. Sie brauchen nur etwas Spaß, Geduld und Verständnis.

Konsequenz

Darum geht es: Nur mit Konsequenz können Sie etwas bei Ihrem Hund erreichen. Das heißt aber auch, dass Ihre Anforderungen tiergerecht bleiben sollten. Ihr Hund wird Sie sicherlich auf die Probe stellen. Und das nicht nur einmal. Größter Fehler: Wer jetzt klein bei gibt, hat verloren. Denn Hunde testen häufig, wie weit sie gehen dürfen.

Stubenrein

Eigentlich liegt es in der Natur von Hunden, einen sauberen Wohnort zu haben. Oft wird aber schon in der Welpenphase von Menschen dafür gesorgt, dass dieses Ur-Bedürfnis fehlgeleitet wird. Nehmen Sie sich Zeit und versuchen Sie möglichst immer das Bedürfnis Ihres Hundes zu erkennen und verfrachten Sie ihn schnell nach draußen. Oft braucht es nur wenige Tage, bis ein Hund stubenrein ist. Je nach Lernfähigkeit muss aber mehr Geduld aufgebracht werden.

Ist der Hund schon erwachsen und verfällt wieder in eine Phase, in der er sein Geschäft im Haus erledigt, obwohl er schon stubenrein war, ist der Gang zum Tierarzt nötig. Vielleicht steckt eine Krankheit hinter dem neuen Verhalten. Oder aber etwas Beängstigendes ist passiert, dann ist Ihr Einfühlungsvermögen gefragt. Schaffen Sie klare Verhältnisse, die zu einem Hund passen. Regelmäßige Spaziergänge und eine eindeutige Rangordnung gehören hier dazu. Alles schimpfen hilft gar nichts. Genau wie die zweifelhafte Methode, die Nase des Tieres in seine Exkremente zu drücken. Das ist reine Tierquälerei und völlig sinnlos.

Anspringen

Einen förmlich ausgeflippten Hund, der einen bei der freudigen Begrüßung fast umstößt, hat fast jeder schon einmal erlebt - und nur die Wenigsten finden dieses Verhalten niedlich. Also wieder Mal konsequent ran an die Erziehung und Schluss mit verdreckten Klamotten: Sobald der Hund freudig auf Sie zuspringt, schenken Sie ihm so wenig wie möglich Aufmerksamkeit. Denn genau das ist es, was er sucht. Zerren Sie nicht an der Leine, sondern strahlen Sie jetzt die reine Langeweile aus und ignorieren Sie ihn. Auch wenn Sie nach Abwesenheit den Hund wieder begrüßen, sollten Sie das nicht zu ausgelassen tun. Begrüßen Sie das Tier mit gelassener Selbstverständlichkeit. Unter Umständen dauert es etwas, bis der Hund sich abregt. Nur bestrafen sollten Sie nicht. Auch wenn Ihr Hund Fremde anspringt, sollten Sie gleich verfahren. Er muss "Bei Fuß" bleiben und sich hinsetzen oder noch besser hinlegen. Beachten Sie ihn nicht. Auch Loben für das Setzen sollte ausbleiben. Langeweile ist eines der effektivsten Mittel, um Ihrem Hund Unarten auszutreiben.

Alleinbleiben

Klar, soll ein Hund auch alleinbleiben können. Nur sperren Sie ihn nicht gleich für ein paar Stunden im Haus oder in der Wohnung ein. Lassen Sie das Tier zu Beginn des Trainings für eine Viertelstunde alleine im Haus und weiten Sie diese Zeit von Tag zu Tag aus. Bis zu zwei Stunden Alleinbleiben sollten nach kurzer kein Problem mehr sein. Wenn Sie feststellen, dass Sie einfach zu wenig Zeit für einen Hund haben, sollten Sie die ganze Situation neu überdenken.

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