So bekommen Sie nie wieder Scheidenpilz

Frau in Unterhose.
Ein feuchtes Klima im Intimbereich begünstigt Scheidenpilz. © Kaarsten - Fotolia

Verhindern Sie den Scheidenpilz bevor er kommt

Es juckt, es zwickt, es ist rot: Scheidenpilz ist zwar nicht gefährlich, kann dafür aber richtig unangenehm sein. Bevor er sich großflächig verbreitet, bemerken ihn viele Frauen jedoch nicht einmal. Wie Sie sich in Zukunft effektiv vor der lästigen Pilzinfektion in der Scheide schützen können, erfahren Sie hier.

Wie die Gynäkologin Stefanie Grözinger gegenüber brigitte.de erklärt, ist jede Frau durchschnittlich einmal pro Jahr von einer Pilzinfektion betroffen. Auslöser dafür ist meistens der Hefepilz Candida albicans. Dass sich auf der Haut oder Schleimhaut Pilze aufhalten, ist nichts Ungewöhnliches. Sie gehören zur natürlichen Scheidenflora und lösen in der Regel auch keine Beschwerden aus, da sie mit den wichtigen Milchsäurebakterien in einem Gleichgewicht leben.

Wie kommt es zu einem Scheidenpilz?

Wird dieses Gleichgewicht jedoch gestört, kommt es zu den bekannten Symptomen wie Brennen, Juckreiz, Rötungen und einem vermehrten, teils flockigen Ausfluss. Grund dafür ist alles, was das Immunsystem schwächt, Stress beispielsweise oder die Einnahme eines Antibiotikums.

Auch ist es nicht gut, wenn Sie Ihre Scheide regelmäßig mit speziellen Hygieneprodukten behandeln. Das bringt die Scheidenflora aus dem Takt und schwächt den natürlichen Schutzmantel.

Wie verhindere ich einen Scheidenpilz?

Damit Sie gar nicht erst in die unangenehme Situation kommen, sich mal wieder mit dem alljährlichen Scheidenpilz rumzuschlagen, gibt es ein paar Dinge, die Sie davor bewahren können.

Luftdurchlässige Unterwäsche

Tragen Sie keine Unterwäsche aus Polyester. Diese lassen die Luft nicht gut durch und sorgen damit für ein feuchtes Klima in Ihrem Intimbereich. Und da fühlen sich Pilze bekanntlich am wohlsten. Am besten tragen Sie daher Unterwäsche aus Baumwolle.

Keine Slipeinlagen

Verzichten Sie weitestgehend auf Slipeinlagen. Und wenn Sie sich mit Slipeinlage wohler fühlen, dann achten Sie darauf, dass sie luftdurchlässig sind und keine Zusätze wie Aloe Vera enthalten. Die können nämlich zu allergischen Reaktionen führen.

Keine übertriebene Intimhygiene

Haben Sie Ihren Intimbereich bisher regelmäßig mit speziellen Intim-Waschlotionen und -Deosprays behandelt, sollten Sie dies in Zukunft lassen. Werden diese Hygieneartikel zu häufig angewendet, zerstören Sie die natürlichen Schutzmechanismen der Scheide, die in der Folge anfälliger für Infektionen wird.

Heiß waschen

Unterwäsche und Handtücher sollten Sie zudem regelmäßig wechseln und immer bei mindestens 70 Grad waschen, um Pilze, aber auch andere Bakterien abzutöten.

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