'Snowbombing': Ausnahmezustand in den Alpen wegen Musik-Festival

Briten lieben das Snowbombing

Mayrhofen ist ein beschauliches Dorf in den Zillertaler Alpen. Mit einer hübschen Kirche und Fachwerkhäusern – ein klassischer Ski-Ort. Doch seit einigen Jahren tragen sich im Frühling seltsame Dinge zu. Für eine Woche befindet sich der kleine Ort im absoluten Ausnahmezustand, denn dann steigt das 'Snowbombing'.

Snowbombing, Mayrhofen, Zillertal
'Snowbombing' - 5.500 Festival-Besucher feiern im beschaulichen Mayrhofen.

Rund 250 Musiker und Künstler treten auf den verschiedenen Bühnen in Clubs und auf den Pisten auf und heizen der Menge ein. Doch wer jetzt an typische Après-Ski-Party-Musik denkt, liegt falsch. Die angesagtesten DJ's und Bands, nicht nur aus Großbritannien, spielen beim 'Snowbombing'. Das Festival im Schnee erinnert an die ausgelassenen Partysounds auf der Sommerinsel Ibiza.

Größtes Alpen-Festival in Tirol

Von den rund 5.500 Gästen stammt der Großteil aus Großbritannien. Die Briten sind vielerorts bekannt als sehr feierwütige Besucher und häufig bleibt kein Auge trocken, schließlich scheint es obligatorisch, sich zum Affen zu machen, egal ob durch zu viel Alkohol oder lustigen Feieroutfits, meist wegen beidem.

Warum sich die österreichische Gemeinde immer wieder auf dieses Party-Spektakel einlässt, scheint für viele Außenstehende ein Rätsel zu sein. Die Festival-Besucher sind allerdings nicht unbedingt knauserig und geben im Durchschnitt 1.800 Euro aus für eine Woche Urlaub im Zillertal, verrät Andreas Lackner, der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mayrhofen. Somit ist auch diese Frage geklärt, schließlich sind das fast 10 Millionen Euro in nur einer Woche.

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