Smiley-Hype: Ein Model und eine Expertin erklären Emojis

Emojis ersetzen menschliche Reaktionen

Täglich werden 17 Milliarden Nachrichten über WhatsApp versendet. Manche von ihnen beinhalten Smileys, auch Emoticons oder Emojis genannt: Lachende, weinende oder sonstige Gesichter, die dem Gesprächspartner die aktuelle Stimmungslage vermitteln sollen. Auch Model und Moderatorin Davorka Tovilo ist dem Smiley-Hype total verfallen. Bei einigen ist die Intention sofort erkennbar, bei anderen bleibt die dargestellte Emotion ein Rätsel.

Smiley-Hype: Ein Model und eine Expertin erklären Emojis

Emoticons, wie sie in WhatsApp verwendet werden, gehören zum Zeichensatz von Unicode 6.0. Dieser Zeichensatz wird auch von anderen Unternehmen unterstützt, etwa Google, Facebook und Apple. Aus diesem Grund finden Sie die gleichen (oder sehr ähnlich aussehenden) Smileys in der gleichen Reihenfolge auch beim Schreiben von SMS auf Android-Smartphones, sowie in den Chats von Facebook und iMessage.

Entwickelt wurde der Zeichensatz in Japan. Das merkt der eine oder andere User an typisch japanischen Symbolen. Zum Beispiel steht ein Wassertropfen auf der oberen Gesichtshälfte für kalten Schweiß, der unter anderem Verlegenheit ausdrücken will – Menschen, die schon mal japanische Zeichentrickfilme oder Comics gesehen haben, werden das Symbol sofort zu deuten wissen. Derselbe Tropfen auf der unteren Gesichtshälfte eines Emoticons steht allerdings für eine Träne.

Emojis: Aus Japan in die ganze Welt

Kürzlich wurde das Unternehmen Apple für die Benutzung des einheitlichen Zeichensatzes kritisiert. Mehrere US-Prominente haben die Gesichter als rassistisch kritisiert – die ethnische Vielfalt würde so nicht zureichend wiedergegeben werden, da vorrangig Menschen mit weißer Hautfarbe gezeigt werden. Apple hat daraufhin angekündigt, sich mit dem Unicode-Konsortium, also den Urhebern des Zeichensatzes, zusammenzusetzen und den Standard künftig zu ersetzen. Möglicherweise stehen uns also in naher Zukunft noch weit mehr Smileys zur Verfügung.

Davorka Tovilo stört sich nicht an der Anzahl: "Ich bin schon süchtig, mich hat es schon erwischt". Eine Kommunikation ohne Emojis ist für die 36-Jährige undenkbar. Allerdings hat die Nutzung der bunten Symbole ihre Grenzen: Davorka hat schon einmal Ärger bekommen, weil sie mittels Emojis einem Auftraggeber mitteilen wollte, dass sie später kommt als vereinbart. In solchen Fällen sollte man eben doch die 'alten' und etablierten Kommunikationswege nutzen.

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