'Sitting-Rising-Test' soll Lebenserwartung anzeigen

Es lohnt sich, den Bewegungsablauf zu üben

Am besten setzen Sie sich jetzt erstmal. Forscher aus Brasilien wollen einen Bewegungstest entwickelt haben, der zeigt, wie lange wir noch zu leben haben. Völlig verrückt oder ist am Todeszeitpunkts-Test doch etwas dran?

Eigentlich ist der sogenannte 'Sitting-Rising-Test' erfunden worden, um die Beweglichkeit von Sportlern zu überprüfen. Wissenschaftler Claudio Gil Araujo von der Universität Gama Filho in Rio de Janeiro kam aber im Jahr 2012 auf die Idee, Menschen im Alter zwischen 50 und 81 Jahren auf diese Art und Weise zu testen. Personen, die von zehn Versuchen höchstens drei erfolgreich absolvieren, haben eine fünfmal höhere Wahrscheinlichkeit, innerhalb der nächsten sechs Jahre zu sterben. Wer mindestens acht Wiederholungen schafft, ist dem Forscher zufolge gesund und in Form.

Und so funktioniert der ominöse Test: Barfuß in den aufrechten Stand begeben, dann die Beine beugen und im Schneidersitz auf dem Boden Platz nehmen, ohne dabei die Hände abzustellen. Aus dieser Position wieder aufrichten - ebenfalls ohne Armeinsatz. Uff, das klingt anstrengend. Und tatsächlich scheitern selbst durchtrainierte Sportler an diesem Bewegungsablauf. Also, keine Sorge, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Übung macht auch in diesem Fall den Meister - und ganz nebenbei ist der 'Sitting-Rising-Test' eine sehr effektive Kraftübung für den Po und die Rumpfmuskulatur.

Es lohnt sich daher sogar, den Bewegungsablauf zwei bis drei Mal pro Woche durchzuführen. Dadurch erfüllt sich letztendlich auch die kuriose These der brasilianischen Wissenschaftler. Denn schon bald schaffen Sie den Test problemlos, und regelmäßiger Sport verlängert tatsächlich das Leben (vor allem, wenn Sie zusätzlich zwei bis drei lockere Ausdauereinheiten pro Woche in Ihren Alltag einbauen). Das zeigen zahlreiche seriöse Studien.

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