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Singles mit Kinderwunsch: Wie bekomme ich ein Baby?

Kinderwunsch: Auch ohne Partner
Kinderwunsch: Auch ohne Partner

Singles mit Kinderwunsch: Ohne Partner möglich?

Das Problem, das mich wirklich traurig macht, ist, wenn Single-Menschen sich einen Partner wünschen, genauso stark aber auch ein Kind, eine Familie. Das ist ein unglaublicher Stress. Das Schlimmste an diesem Problem ist, dass selbst ich als Liebesexpertin keine Lösung dafür weiß.

Das Drama beginnt in dem Moment, in dem eine Single-Frau jemanden kennengelernt hat, der als Liebespartner in Frage kommt.

Je heftiger die biologische Uhr tickt, desto mehr muss die Frau von Anfang an darauf achten, ob der Mann ebenfalls einen Kinderwusch hegt. Im Prinzip sollte eine Frau Ende 30 bereits beim ersten Date fragen: „Mein Lieber, willst Du Kinder? Wann?“

Das ist natürlich weder romantisch noch sexy. Für einen Mann ist es ähnlich quälend, bei einem Date aus der Frau herauszulocken, ob sie Mutter werden will. Nur hat er eben mehr Zeit, weil er noch mit 50 Vater werden kann.

Das ist einfach die denkbar ungünstigste Kombination: Wenn man Liebe sucht, eine Beziehung möchte und einem zugleich die Zeit fürs Kinderkriegen davonrennt. Ich bin heilfroh, dass ich um dieses Problem herumgekommen bin, weil ich einen Mann gefunden habe, der mich liebt und gern Kinder mit mir gezeugt hat.

Singles mit Kinderwunsch: USA machen es vor

Nun haben sich in Amerika schlaue Menschen überlegt, wie man diesem Dilemma beikommen könnte. Sie haben deshalb Partnerschaftsportale gegründet, die Frauen und Männer verkuppeln, die ein Kind zusammen zeugen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Diese Paare haben das sich Verlieben abgehakt. Vorerst. Natürlich hoffen diese Frauen und Männer weiterhin, die große Liebe zu finden. Das geht ja auch mit Kind. Dann hat man eben eine Patchwork-Familie. Diese Menschen leben aber in der Gegenwart, wollen jetzt Nachwuchs. Und haben keine Lust, auf diesen zu verzichten, „nur“ weil gerade keiner in Sicht ist, mit dem man leben und lieben und Kinder zeugen kann.

Also bildet man eine Interessengemeinschaft. Man entschließt sich, dem Kind, das entstehen soll, ein ideales Elternpaar zu sein. Dafür muss man nicht zusammen wohnen. Denken wir an lesbische Frauen, die sich Samen von einem homosexuellen Freund schenken lassen. Und er tritt dann als Papa auf, nimmt seine Rolle oft sehr ernst. Auf diese Weise funktioniert es mit den Singles, die sich über das Internet jemanden zum Kinder machen suchen. Dabei können durchaus glückliche Familien entstehen. Ich bin sicher.

Wie finden wir das? Ich begrüße diese neue Art, sich seine Wünsche an das Leben zu erfüllen. Ich weiß, wie wichtig Kinder sind. Wichtiger als ein Liebespartner. Ich weiß weiterhin, wie Männer und Frauen (vor allem Frauen!) unter ungewollter Kinderlosigkeit leiden.

Insofern heiligt der Zweck die Mittel. Wenn ein solches Paar, das sich lediglich zum Kinderkriegen zusammen tut, einen guten Elternjob macht, wenn das Kind glücklich ist und Frau und Mann ebenfalls, bitte schön.

Damit ist dieses große Problem, von dem ich dachte, dass es unlösbar ist, aus der Welt. Liebe leicht gemacht! Ich atme auf.

Eine Frage bleibt allerdings offen? Wie empfangen die Single-Menschen die Kinder? Gehen sie zum Arzt und lassen sich mit dem Sperma des Mannes künstlich befruchten? Oder schlafen sie richtig mit dem Mann? Ich spreche von Sex. Haben diese „Paare“ Sex? Einmal? Ein halbes Jahr lang? Kann schließlich dauern, bis das mit der Zeugung klappt.

Um ein halbes Jahr lang miteinander Sex zu haben, muss eine gewisse körperliche Anziehung da sein. Das steht fest. Wer weiß, ob dann aus den potentiellen Eltern nicht mit der Zeit doch ein Liebespaar wird. Verkehrte Welt. Aber schön!

Eure Birgit

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