Siebenjährige verläuft sich und kehrt nach 37 Jahren zurück nach Hause

Jiang Aiwu ist nach 37 Jahren wieder zurück in ihrer Heimat in China.
Jiang Aiwu verlief sich 1977 mit 7 Jahren. Nun ist sie wieder bei ihren Eltern. © chinanews.com

Kind verläuft sich bis ans Ende des Landes

Es ist eine Schicksalsgeschichte mit Happy End: Mit sieben Jahren läuft Jiang Aiwu 1977 von zu Hause weg. Als sie sich in einem Zug versteckt, setzt der sich in Gang - damit beginnt die Odyssee des Mädchens: Sie reist 1300 Kilometer quer durchs Land, wie der britische 'Telegraph' berichtet. Nach 37 Jahren konnten ihre Eltern sie nun wieder in die Arme schließen.

Sie sollte zum Markt, um dort einzukaufen. Doch die siebenjährige Chinesin Jiang Aiwu verlor das Geld. Aus Angst, dass ihre Eltern deswegen böse auf sie seien, versteckte sie sich in einem Güterzug. Als sie schlief, setzte sich der Zug in Bewegung und fuhr mit ihr 1300 Kilometer quer durch China. Nach 37 Jahren sah sie nun erstmals ihre Familie wieder! Eine auf verschleppte Kinder spezialisierte Hilfsorganisation hat dabei geholfen, die Eltern der Frau ausfindig zu machen.

Da das Mädchen damals keine Angaben darüber machen konnte, woher sie kam, hatte sie während der Zeit keinen Kontakt zu ihren Eltern. Ihre Kindheit habe sie in Heimen und als Bettlerin verbracht. Schließlich sei sie in Xuzhou sesshaft geworden und gründete dort eine Familie.

Nun, nach 37 Jahren, war das Wiedersehen mit ihrer nun 77 Jahre alten Mutter tränenreich. Verständlich, denn das Mädchen galt als verschollen. Wie der 'Telegraph' berichtet, habe sie sich bei ihrer Mutter und ihrem Vater entschuldigt, was sie ihnen angetan habe. Daraufhin habe ihre Mutter geantwortet: "Es ist so viele Jahre her, aber du siehst immer noch so aus wie damals. Dafür braucht es nicht einmal einen DNA-Test."

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