Sicheres Spielzeug erkennen: Diese Tipps helfen

Sicheres Spielzeug erkennen: Diese Tipps helfen
© dpa, A3508 Rolf Vennenbernd

So erkennen Sie sicheres Spielzeug

Immer wieder erreichen uns Schlagzeilen über krebserregende Stoffe in Kinderspielzeug. Was können Sie also tun, um sicher zu sein, dass Sie wirklich kein gesundheitsgefährdendes Spielzeug kaufen, das Giftstoffe enthält? Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf achten müssen, damit wirklich nur sicheres Spielzeug im Kinderzimmer landet.

Wie ist die Gesetzeslage?

Die Gesetze sind zu lasch. Es dürfen zwar keine verschluckbaren Teile im Spielzeug sein und elektronisches Spielzeug darf nur mit geringer Spannung laufen. Es ist aber so, dass immer noch viele Regelungen lückenhaft und jede Menge Schadstoffe weiterhin erlaubt sind.

Ganz wichtig: das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit

Das GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit. Es wird von unabhängigen Stellen, etwa dem TÜV, für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben vergeben. Hierbei müssen Sie vor allem darauf achten, dass neben dem Zeichen die Prüfinstitution angegeben ist. Wenn diese fehlt, sollten Sie skeptisch werden. Möglicherweise handelt es dann um ein gefälschtes Siegel.

Andere Siegel

Es gibt noch weitere Siegel, die sich allerdings auf bestimmte Spielzeugarten spezialisiert haben (zum Beispiel das für elektrische Sicherheit VDE). Das CE-Siegel der EU, das auf vielen Spielzeugen vorhanden ist, hilft wenig, weil es der Hersteller anbringt und nicht kontrolliert wird.

Sicheres Spielzeug: Wie wichtig ist die Herkunft?

Herkunft

Weit mehr als die Hälfte des Spielzeugs wird mittlerweile in China gefertigt (65 Prozent). Chinesische Produkte kommen immer wieder in negative Schlagzeilen. Das heißt aber nicht, dass Sie generell keine Produkte aus China kaufen sollten. Die Hersteller müssen das Herstellungsland nicht angeben. Es gehört aber zum guten Ton, das Ursprungsland auf die Verpackung zu drucken. Produkte ohne Herstellerangabe sollten Sie nicht kaufen.

Ist Holzspielzeug generell unbedenklich?

Nein. Auch Holz kann voller Schadstoffe sein. Verbraucher sollten zu unlackierten, gewachstem Holz greifen. Vermeiden Sie Pressspan oder Sperrholz.

Was muss ich bei Kunststoffen beachten?

Spielzeug sollte frei von PVC und Weichmachern (Phtalaten) sein. Schon der einfache Hautkontakt besonders mit Phtalaten kann gesundheitsgefährdend sein. Mögliche Erkrankungen reichen bis zur Unfruchtbarkeit, Diabetes und Übergewicht. Wengier gefährlich sind Poly-Propylen (PP) oder Poly-Ethylen (PE). Die Art des Kunststoffs wird häufig mit Zahlen von 1 bis 7 auf die Verpackung gedruckt. Die Zahl 3 steht hierbei für PVC. Finden Sie also die 3 (meist in einem kleinen Dreieck) auf der Verpackung, legen Sie das Spielzeug wieder weg.

Was können Sie im Laden tun?

Genieren Sie sich nicht und riechen Sie an den Produkten. Wenn es Ihnen "stinkt", kaufen Sie das Produkt nicht. Unangenehmer Geruch ist ein Hinweis auf Schadstoffbelastung. Prüfen Sie, ob das Produkt abfärbt oder ob sich schnell Kleinteile lösen.

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