ABNEHMEN ABNEHMEN

Shred: Die Sechs-Wochen-Diät im Selbstversuch

Fitness Spezial: Das Energy Workout zum Abnehmen
Fitness Spezial: Das Energy Workout zum Abnehmen 00:08:43
00:00 | 00:08:43

Abnehmen mit der 'Shred'-Diät - klappt das?

'6 Wochen - 2 Kleidergrößen - 1 Sensation': Ganz schön viel, was der 'Shred'-Autor Dr. Ian K. Smith auf dem Deckel seines Buchs verspricht - aber verlockend klingt es ja schon, auch wenn ich an solche Abnehm-Wunderrezepte eigentlich nicht glaube. Doch mir gefällt die Idee, für den fest definierten Zeitraum von sechs Wochen täglich mit genauen Essensplänen durch das Programm geleitet zu werden. Ich hatte mich schon vor ein paar Monaten für eine Buchbesprechung mit der Diät befasst, fand das Konzept dahinter interessant und will gerne wissen, ob der in den USA so gehypte 'New York Times'-Bestseller auch wirklich etwas kann. So entscheide ich mich also dafür, die 'Shred'-Diät im Selbstversuch zu testen.

So funktioniert die Shred-Diät.
Shred-Diät; Wie gut ist das Abnehmprogramm? Wir haben es getestet. © picture alliance / dpa Themendie, Monique Wüstenhagen

von Kira Heppner

Statt weniger großer Mahlzeiten gibt es bei 'Shred' bis zu sieben kleine Portionen am Tag - inklusive zahlreicher Snacks. So soll der Blutzuckerspiegel konstant gehalten werden und auch kein Heißhunger aufkommen. Autor Dr. Ian K. Smith ist Diätarzt und gilt in den USA als echter Abnehm-Guru. Das Prinzip von 'Shred' ist schnell erklärt: Das Sechs-Wochen-Programm gliedert sich, wie der Name schon sagt, in sechs aufeinander aufbauende Wochen, die alle unter einem eigenen Motto stehen und jeweils als in sich abgeschlossene Phasen verstanden werden sollen.

Dazu steht sehr viel Sport auf dem Plan: Bis zu sechs Sporttage in der Woche sollen eingebaut werden, oft wird Ausdauer- und Krafttraining dabei kombiniert. Auch die Länge des jeweiligen Tages-Workouts gibt Smith vor. 'Shred' kombiniert also eine kalorienreduzierte Ernährung (auf mehr als 1300 Kalorien pro Tag kommt man nicht, wenn man sich an den Plan hält - und auch diese werden im Verlauf noch reduziert) mit sehr viel Sport. Acht bis elf Kilo weniger sollen pro Zyklus drin sein, verspricht Smith - und ich finde: Auch, wenn man dafür scheinbar ziemlich schuften muss, klingt das nach unrealistisch viel.

Los geht's: Der Titel der ersten Woche, 'Aufbruch', ist treffend, ich bin hochmotiviert und zu fast allem bereit - vor allem dazu, diesmal wirklich das nötige Durchhaltevermögen aufzubringen. Der erste Morgen startet mit einer Portion Porridge und einem Stück Obst. Neu ist da für mich nur, die Menge an Haferflocken und Milch genau abzuwiegen, statt nach Augenmaß zu portionieren - aber die Portion, die am Ende dabei rauskommt, reicht völlig. Was mir schon viel mehr zu schaffen macht: Kaffee ist in der ersten Shred-Woche komplett verboten und auch danach ist eine Tasse am Tag das Maximum. Und ich gebe es zu, hier versteckt sich schon der erste Knackpunkt: Ich kann auch in der ersten Woche nicht ganz auf meinen Kaffee verzichten und knicke an Tag drei ohne Koffein ein. Immerhin, und so empfiehlt es auch Smith, mit jeweils nur einem winzig kleinen Schluck Milch drin (und natürlich ohne Zucker).

Anzeige