LEIDENSCHAFT LEIDENSCHAFT

'Shades of Grey': Schadet der Erotikfilm der Gesundheit?

Fifty Shades of Grey ist die Verfilmung des gleichnamigen Erotik-Bestsellers
Dakota Johnson und Jamie Dornan spielen die Hauptrollen in der Bestseller-Verfilmung 'Fifty Shades of Grey'

Psychische Probleme durch 'Shades of Grey'?

Achtung, ‚Shades of Grey‘ gefährdet die Gesundheit! Wer denkt, ein bisschen Fesselspiele und das Ausleben geheimer Fantasien hätte noch keinem geschadet und sich schon diebisch auf den Filmstart des SM-Thrillers freut, sollte sich vorsehen: Denn ‚Fifty Shades of Grey‘ kann drastische psychische Probleme auslösen. Davor warnt zumindest eine von der Michigan State University durchgeführte Studie, die im 'Journal of Women’s Health' veröffentlicht wurde.

Am 14. Febuar ist es soweit: ‚Fifty Shades of Grey‘-Fans warten schon voller Spannung auf die Verfilmung der Sexfantasie-Romane von Bestseller-Autorin E.L. James mit Dakota Johnson und Jamie Dornan in den Hauptrollen. Studienleiterin Amy Bonomi von der Michigan State University warnt allerdings besonders junge Frauen eindringlich davor sich den Film anzuschauen. Der Grund: ‚Fifty Shades of Grey‘ kann starke psychische Probleme auslösen. Nach Einschätzung der Wissenschaftler hat schon das Lesen der Bestsellerromane drastische Auswirkungen auf die menschliche –insbesondere weibliche- Psyche. Nicht auszudenken, was passiert, wenn die fesselnden Sexfantasienen erst einmal verfilmt genossen werden.

Die Forscher untersuchten die Reaktionen von 650 jungen Studentinnen im Alter von 18 bis 24 Jahren, die das Buch gelesen haben. Demnach würden sich immerhin 63 Prozent fünf verschiedene Sexualpartner wünschen- oder mehr. Das ist an sich noch kein großes Problem und vielleicht auch bei Frauen die den SM-Thriller nicht gelesen haben der Fall. Beängstigend sind dagegen die anderen Ergebnisse: 34 Prozent der Frauen sollen nach dem Lesen von ‚Fifty Shades of Grey‘ kein Problem mehr damit gehabt haben, mit einem Partner zusammen zu sein, der sie verbal angreift, beschimpft und stalkt.

65 Prozent würden sich bei Problemen in Alkohol flüchten und 75 Prozent würden sich herunterhungern, um ihrem Freund zu gefallen. Das Fazit der Forscher: Besonders Frauen die mit Problemen wie Essstörungen oder Minderwertigkeitskomplexen kämpfen, sollen laut der Forscher die Finger von dem erotischen Streifen lassen. Die extreme Darstellung sexueller Hörigkeit könnte ein Trauma verstärken oder zurückholen, davon ist Amy Bonomi überzeugt. Und tatsächlich erweist sich die weibliche Hauptfigur Anastasia Steele mit ihrem unterwürfigen Charakter als schlechtes Rollenvorbild für junge Frauen. Aber es ist ja auch die Frage, ob das die Zielsetzung eines Fesselspielchen-Erotik-Thrillers wie ‚Shades of Grey‘ ist. Und das mit den fünf Männern oder mehr, bleibt unter dem Strich doch ein ganz positives Ergebnis.

Shades of Grey: Heiße Fakten
Shades of Grey: Heiße Fakten Holy Cow ist Anastasias Lieblingsausdruck 00:02:38
00:00 | 00:02:38
Anzeige