LEIDENSCHAFT LEIDENSCHAFT

Sexuelle Erregung dämpft das Ekel-Empfinden

Ekel-Empfinden soll durch sexuelle Erregung gedämpft werden.
Dagegen hilft die sexuelle Erregung. © lev dolgachov

"Sex kann schmutzig sein"

Speichel, Schweiß und Sperma: Normalerweise ekeln wir uns schon beim Gedanken daran. Keiner würde auf die Idee kommen, irgendwas davon auch nur mit Abstand erotisch zu finden. Im Alltag wohlgemerkt. Denn sonst würden wir alle aussterben. Und genau dafür hat Mutter Natur wie so oft eine Lösung: Sie senkt die Ekelschwelle sexuell erregter Frauen. Schlau, oder?

Niederländische Forscher fanden jetzt heraus, dass sexuell erregte Frauen eine niedrigere Ekelgrenze haben. Die Wissenschaftler testeten insgesamt 90 junge Frauen. Eine Gruppe bekam einen "frauenfreundlichen Softporno" zusehen, der Rest einen neutralen Film. Im Anschluss sollten die Frauen allgemein als eklig empfundene Aufgaben erfüllen. Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Softporno-Gruppe sich weniger ekelte: Größtenteils ohne mit der Wimper zu zucken, erledigten sie Aufgaben wie aus einer Tasse mit einer Fliege darin zu trinken, den Knochen eines toten Tieres in der Hand zu halten oder getragene Unterhosen in einen Wäschesack zu packen.

"Sex kann schmutzig sein, aber die meisten Menschen scheint das nicht zu stören", schreiben die Autoren in der Studie. Dabei seien Liebesspiel und Ekel beide evolutionär von hoher Bedeutung - aber dennoch völlig gegensätzlich assoziiert.

4 Gründe, warum du sein Sperma schlucken solltest
4 Gründe, warum du sein Sperma schlucken solltest Gesundheit vs. Ekel 00:01:18
00:00 | 00:01:18
Anzeige