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Sexualstrafrecht Deutschland: Was ändert sich wirklich mit 'Nein heißt Nein'?

Was ändert sich wirklich mit 'Nein heißt Nein'?
Was ändert sich wirklich mit 'Nein heißt Nein'? Nach Reform des Sexualstrafrechts 00:09:19
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Werden durch das neue Sexualstrafrecht mehr sexuelle Übergriffe strafbar?

Nach den Übergriffen an Silvester hat der Prozess um Gina-Lisa Lohfink die Diskussion um sexuelle Gewalt und ein strengeres Sexualstrafrecht wieder ins Rollen gebracht. Doch welche Auswirkungen haben die vom Bundestag beschlossenen Gesetzesänderungen tatsächlich? Wird ein 'Nein' nun ausnahmslos respektiert? Oder gehen Täter trotzdem in einigen Fällen straffrei aus?

Nein heißt Nein – nach diesem Grundsatz sollen Frauen in Deutschland zukünftig durch das reformierte Sexualstrafrecht geschützt werden. Sexuelle Gewalt soll dank der Neuregelung leichter geahndet werden. Denn strafbar macht sich nun nicht mehr nur, wer Sex mit Gewalt oder Gewaltandrohung erzwingt, sondern auch derjenige, der sich über den 'erkennbaren Willen' des Opfers hinwegsetzt. Und auch sexuelle Angriffe, die aus einer Gruppe geschehen, können leichter belangt werden.

Was bedeutet 'Nein heißt Nein' im Klartext?

Aber was bedeutet das in der Realität? Gerechtigkeit für Opfer und angemessene Bestrafung für Täter? Nicht immer, denn auch in der Gesetzesänderung gibt es Lücken. Nicht jedes Grabschen, jede sexuelle Belästigung und jeder Übergriff gilt unbedingt als strafbar. Doch wo ist die Grenze? Reporterin Wiebke Hinz ist dem neuen Sexualstrafrecht auf den Grund gegangen.

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