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Sexualkopfschmerz: Nach dem Orgasmus kommt die Migräne

Sexualkopfschmerz: Nach dem Orgasmus kommt die Migräne
© picture alliance / dpa Themendie, Bodo Marks

Was tun bei Sexualkopfschmerz?

"Liebling, nicht jetzt, ich habe Migräne" ist out, denn heute heißt es wohl immer häufiger "Liebling, lass uns aufhören, ich habe jetzt Kopfschmerzen!" in den Schlafzimmern. Ursache dafür ist, dass immer mehr Menschen, vor allem Männer, unter so genanntem Sexualkopfschmerz leiden. Damit ist ein heftiger Schmerz gemeint, der spätestens beim Orgasmus eintritt und in seltenen Fällen auf eine ernsthafte Erkrankung hindeutet, berichtet die 'Daily Mail'.

Der Schmerz breite sich explosionsartig aus, sagen die Patienten - als ob jemand einem mit dem Hammer auf den Kopf klopfen würde. Vor allem, wenn der Blutdruck beim Verkehr steigt, breite sich die Sexualmigräne schnell aus. In seltensten Fällen handle es sich um die Vorboten eines Schlaganfalls, sagen Ärzte.

Bei dem Kopfweh handelt es sich laut Neurologe Dr. José Biller von der Loyola University in Chicago um drei unterschiedliche Typen:

1. Es gibt den "Vor-dem-Orgasmus"-Kopfschmerz, der eintritt, sobald die Erregungskurve steigt. Er fühlt sich an wie ein stetiger Nackenschmerz, der bis in den Kopf hinein strahlt.

2. Bei dem "Während-des-Orgasmus-Kopfschmerz" treten die Beschwerden beim Höhepunkt auf, in dem Moment, in dem der Blutdruck ins Unermessliche steigt. Dieser Typ kann sogar mehrere Stunden andauern.

3. Der dritte Typ ist der "Postcoitale Schmerz", er kann sowohl mild als auch heftig ausfallen. Tatsache ist, dass er schlimmer wird, sobald man aufsteht, und milder, wenn man sich wieder hinlegt.

Eine sichere Erklärung gibt es für den Sexualkopfschmerz noch nicht, aber Experten gehen davon aus, dass die Stressverarbeitung der Patienten im Hirn nicht so funktioniert, wie sie sollte. Allerdings gibt es Möglichkeiten, die Intensität der Migräne im Zaum zu halten: Dazu gehört unter anderem, dass man auf Quickies verzichtet und stattdessen eher langsam zum Orgasmus kommt, damit der Körper von der Heftigkeit dieses Gefühls nicht überrascht ist, sondern sich langsam darauf vorbereiten kann.

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