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Sexualität: Zum Orgasmus per Gedankenkraft

Gedanken-Orgasmus ahoi, so brauchen wir keine Männer und Hand anlegen ist auch nicht mehr nötig.
Frauen müssen nur ihre Gedanken und ihre Phantasie einsetzen, um einen Orgasmus zu bekommen. © Kristen Johansen

Gedanken-Orgasmus durch Sex-Phantasien

Lady Gaga erfreut uns ja immer mal wieder mit ihren ganz eigenen Ansichten zum Thema Sex. Vor kurzem erklärte sie, dass sie sich ohne irgendeine Berührung ganz alleine zum Orgasmus denken könne. Ein Gedanken-Orgasmus also? Ihre Phantasie würde damit jeden Partner und sogar ihre eigenen Hände ersetzen. Ist so etwas tatsächlich möglich? Ja, sagen Forscher. Die haben nämlich herausgefunden, dass man sich tatsächlich nur durch die Kraft seiner Gedanken zum Orgasmus bringen kann!

Von Mirjam Wilhelm

Ganz ehrlich, die erotische Phantasie geht ja mit uns allen im Alltag ab und zu mal durch. Sei es die Erinnerung an die letzte heiße Liebesnacht, die Vorfreude aufs nächste Date oder einfach der schnuckelige Brad-Pitt-Verschnitt, der uns in der U-Bahn anlächelt - Auslöser für heimliche heiße Gedanken gibt es genügend. In der Regel bleibt es aber bei dem heimlichen Kopfkino, denn direkt mal Hand anlegen lassen wir in der Öffentlichkeit doch lieber bleiben. Dabei wäre es gar nicht nötig, sich selbst zu berühren, um zum Orgasmus zu kommen - überhaupt bräuchte man nicht mal mehr einen Partner dazu! Denn Forscher der amerikanischen Rutgers University haben jetzt herausgefunden, dass Frauen nur ihre Gedanken und ihre Phantasie einsetzen müssen, um einen sexuellen Höhepunkt zu erreichen. Selbstbefriedigung 2.0?

Ein Partner wird nicht für einen Gedanken-Orgasmus benötigt

Vergessen wir also mal alles, was Sex-Ratgeber in Sachen Stellungen, Massagetechniken, Hilfsmitteln etc. raten, wenn es mit dem Orgasmus nicht so richtig klappen will. Brauchen wir alles gar nicht. Einen Partner sowieso nicht. Da der weibliche Orgasmus auch heutzutage noch viele Geheimnisse birgt und bisher nie eindeutig entschlüsselt werden konnte, wodurch er letztlich ausgelöst wird, stellten Wissenschaftler schon lange die These auf, er sei "Kopfsache": Es kommt nur darauf an, dass man entspannt genug ist. Also: Schön relaxen, die Steuererklärung und die Anleitung für die Spülmaschine mal beiseite legen und sich stattdessen scharfen Phantasien hingeben. Und dann abwarten, was passiert, vielleicht komm er ja, der Gedanken-Orgasmus.

Da fallen uns doch gleich diverse Situationen ein, die man sich mal eben versüßen könnte, wenn's mal wieder länger dauert! In der Schlange an der Kasse geht's einfach nicht weiter? Die U-Bahn bleibt mal wieder minutenlang im Tunnel stehen? Der Bus ist weit und breit nicht in Sicht? Kein Problem - wir verschaffen uns mal eben unsere ganz private Entspannung - den Orgasmus-to-go sozusagen.

Ohne Berührung zum Orgasmus

Der Gedanken-Orgasmus eröffnetuns Frauen viele Möglichkeiten: Ein Orgasmus an der Warteschlange im Supermarkt? Kein Problem!
In "Harry & Sally" zeigt Meg Ryan, wie man einen Orgasmus vortäuscht - doch das muss überhaupt nicht sein! Denn wer sich wirklich entspannen kann, kann auch einen Gedanken-Orgasmus haben. Und der ist sehr echt. © dpa, B3059 dpa-Film

Die Frauen, die die Forscher in diesem Experiment getestet haben, waren genauso unterschiedlich wie ihre individuellen Phantasien. Eine lag völlig entspannt neben ihrem Partner im Bett, als sie ohne sein Zutun plötzlich einen Höhepunkt bekam (Was er davon hielt, ist leider nicht bekannt). Andere ließen ihrer Phantasie freien Lauf und machten gleichzeitig Beckenbodenübungen. Ob die jeweiligen Gedanken eher scharf-erotisch oder zärtlich-romantisch waren, spielte keine Rolle. Die Frauen kamen definitiv ohne Berührung zum Orgasmus,zum Gedanken-Orgasmus, wie die Messung der Gehirnströme bewies.

Der Orgasmus ist nicht alles

Vielleicht könnte der Gedanken-Orgasmus ja eine Hoffnung sein für die Frauen, die Schwierigkeiten haben, sich dem Partner gegenüber zu öffnen und beim Sex einen Höhepunkt zu erreichen. Eine Art mentales Training, erst mal alleine, um überhaupt zu merken, was einen in Fahrt bringt. Schließlich kann die eigene Phantasie auch beim Sex mit einem Partner manchmal nicht schaden, als kleiner Zusatz-Effekt sozusagen. Und genau das ist der Punkt: Phantasie schön und gut, die Vorstellung, sich jederzeit und überall mal eben zum Orgasmus denken zu können, hat ja auch was. Aber zum Sex gehören doch zwei Menschen! Es geht ja nicht nur darum, sich - durch welche Technik auch immer - zum Höhepunkt zu befördern, sondern es geht auch um gegenseitige Berührungen, um die Vertrautheit und die Intimität zwischen den Partnern. Und das sollte man bei allen Studien und Experimenten zu dem Thema nicht vergessen.

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