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Sexistische Emojis: Warum gibt es nur Prinzessinnen, Tänzerinnen und Bunnies?

Emojis orientieren sich zu wenig an der tatsächlichen Interessensvielfalt der Frauen

Über sechs Milliarden Emojis werden jeden Tag verschickt. Emoji ist damit die sich am schnellsten entwickelnde Sprache weltweit. Erst 2010 wurde sie in das Unicode-System übernommen und ist damit auf allen Smartphones verfügbar. Seit die Emojis ein solch elementarer Bestand des alltäglichen Lebens geworden sind, steht auch deren kulturelle Vielfalt in der Kritik. Kürzlich wurden die Emojis um unterschiedliche Ethnie-Varianten erweitert - Kritiker hatten lange bemängelt, dass zum Beispiel keine dunkelhäutigen Emojis verfügbar seien.

Sexistische Emojis: Transportieren die Chat-Symbole Geschlechter-Klischees?
Sind Emojis sexistisch?

Mit der Aktion #LikeAGirl hat ‚always‘ nun eine Aktion in Gang gesetzt, die bemängelt, dass die verfügbaren weiblichen Emojis sich zu stark an Genderklischees orientieren und die Interessensvielfalt der Damen nicht zufriedenstellend widerspiegeln. Ein Blick in die Emoji-Auswahl belegt: Es gibt männliche Emojis, die Polizisten, Detektive und Doktoren darstellen. Weibliche Ableger dazu gibt es aber nicht. Diese sind stattdessen als Prinzessinnen, Tänzerinnen oder sogar Playboy-Bunnies dargestellt. Andere weibliche Emojis drehen sich ums Nägel lackieren oder Haare schneiden und obendrein sind sie alle in der ‚typisch weiblichen‘ Farbe pink designt. Wir Frauen sind schließlich weit mehr als das!

Im Video sehen Sie Mädchen, die sich fragen, ob denn irgendwann auch ihre Interessen als Emojis dargestellt werden? Natürlich lieben wir Frauen tolle Frisuren, Nagellack und die Farbe pink. Aber wir stehen auch auf Radfahren, Bogenschießen oder Ringen. Also, liebes Unicode-Konsortium: Wo bleiben die Sportlerinnen-Emojis?

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