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Sexismus mal anders herum - im Film "Unterdrückte Mehrheit"

Sexismus im Alltag auf Männer übertragen

Plumpe Anmache, Grabschereien, Benachteiligung im Job: Mit diesen sexistischen Problemen haben Frauen im Alltag zu kämpfen. Die französische Regisseurin Éléonore Pourriat hat nun einen Kurzfilm zum Thema gedreht.

Film "Unterdrückte Mehrheit": Sexismus
Der Film "Unterdrückte Mehrheit" stellt die Geschlechter-Verhältnisse auf den Kopf.

In dem Film "Unterdrückte Mehrheit" hat sie die gewohnten Geschlechter-Verhältnisse komplett auf den Kopf gestellt. Wie Frauen das Männer-Gehabe auf die Spitze treiben, ist im Netz der Renner. Millionenfach wurde das Video bereits angeklickt.

Frauen, die auf die Straße pinkeln und Männer, die von oben Ohne-Joggerinnen angebaggert werden - verkehrte Welt der Klischees. "Unterdrückte Mehrheit" ist eine klare Ansage gegen Sexismus im Alltag. Aber haben es Frauen wirklich so schwer?

Sexismus ist allgegenwärtig

Auch wenn die Regisseurin es mit ihrem umgedrehten Spieß auf die Spitze treibt, das Thema ist allgegenwärtig.

"Das Besondere an diesem Video ist, dass es uns vor Augen führt, wie verbreitet der Sexismus nach wie vor ist und wie stark die Zuschreibungen an die Geschlechter verteilt sind", so Psychologe Dirk Baumeier.

Die Psychologin Katharina Ohana meint: "Frauen können heute auch sexistisch sein, gerade wenn mehrere Frauen zusammen sind, dann gibt es schnell mal Wertungen gegenüber Männern. Was aber auffällt, sie machen das weitaus weniger boshaft."

"Unterdrückte Mehrheit" zeigt mit seinen klaren Worten eine klare Botschaft: In Sachen Gleichberechtigung gibt es noch einiges zu tun.

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