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Sex-Studie 2013: Weniger Sex als vor 20 Jahren!

Sex-Studie 2013: Weniger Sex als vor 20 Jahren!

Sex-Studie 2013 zieht Bilanz: Frauen probieren Lesben-Sex

Ihh, ist das eklig draußen: Eisregen und Dauerfrieren: Schluss damit! Es wird Zeit für eine heiße Studie. Und die hat’s wirklich in sich: Wir Frauen werden immer lesbischer! Brandaktuell und noch ehe die NSA davon Wind bekommen hat, haben wir alle Fakten und bislang gut gehütete Geheimnisse zum Sex im Jahr 2013. Und da hat sich in den letzten Jahren anscheinend einiges getan! Bei Euch auch?

Von Dagmar Baumgarten

Fangen wir doch gleich beim ersten Mal an: Es findet immer früher statt. Die Mädchen sind durchschnittlich 16 Jahre (das bedeutet in Ballungsgebieten oft noch sehr viel jünger). Und die Frauen haben mehr Partner als noch in den 90er Jahren. Mittlerweile sind es bei den Frauen um die acht Bettgefährten, das sind doppelt so viele wie noch vor 20 Jahren! Die Männer haben übrigens durchschnittlich 12 Sex- Partnerinnen im Leben.

Und genau bei dieser Sache mit den Sex Partner-INNEN haben die Männer die Frauen anscheinend erst neugierig und dann auf den Geschmack gebracht. Frauen experimentieren mittlerweile vier Mal häufiger mit lesbischen Spielarten als noch vor 20 Jahren. Die Studie der Londoner Universität, an der 15.000 Erwachsene teilgenommen haben, bestätigt, dass es auch beim Sex immer neue Kicks geben muss, und auch zwischen den Laken alles ein bisschen höher, schneller, weiter sein soll. Aber jetzt kommt die dicke Überraschung: Wir sind trotzdem ganz und gar keine wilden Sex- Maniacs, sondern faule Muffel. Wir haben nämlich gar nicht mehr, sondern weniger Sex als noch vor 20 Jahren! Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 44 haben nur drei Mal in der Woche Sex. Vor 20 Jahren waren es noch fünf Mal.

Weniger Sex als früher? Woran liegt´s?

Warum ist das so? Wenn man mal gezielt auf die Sex- Realitäten der Deutschen guckt, sind da mehrere Gründe für verantwortlich. Es ist einerseits eine Übersättigung. So banal das klingt. Die Internet- Porno- Nutzung hat bei den Männern laut einer Studie, die Durex durchführen ließ, drastisch zugenommen.

Genau das stumpft oft ab. Und es lässt den realen Sex zu kurz kommen, weil manchmal zum Kommen dann auch schlicht gar nichts mehr da ist.

Bei den Frauen sind häufig die Hormone schuld. Ausgerechnet Verhütungsmittel verhindern Sex (was natürlich eine absolut sichere Verhütung bedeuten würde). Immer noch haben viele Pillen, oder die Hormonspirale als Nebenwirkung eine verminderte Libido. Diese schleichende Unlust sollten die Frauen aber nicht so hinnehmen, denn oft kann schon eine andere Zusammensetzung von Hormonen, also eine andere Pille, helfen, dass die Libido wieder zurückkehrt.

Selbstständigkeit verhindert Sex. Da wir gar nicht mehr so wild darauf sind, sofort zusammen zu ziehen, schlafen wir häufiger getrennt. Und mangelnde Gelegenheit verhindert Liebe. Sind wir erst zusammengezogen lassen wir uns ausgerechnet vom iPad den Spaß verderben. Wir arbeiten heute mehr. Mal eben was vom Büro nacharbeiten ist fast schon selbstverständlich. Nur noch mal schnell E-Mails checken im Bett ist für viele fast selbstverständlich.

Und damit kommen wir zu Lust und Sex-Killer Nummer eins: dem Stress. Entweder im Beruf, oder mit den Kindern. Aber auch der Stress im Bett spielt eine viel häufigere Rolle als früher. Der Druck, nicht gut genug zu sein, ist enorm gestiegen. Viele haben das Gefühl, dass sie unbedingt jede Spielart von S/M über Rollen bis Kamasutra perfekt beherrschen müssen. Das Wichtigste, nämlich sich fallen zu lassen, bleibt dabei natürlich auf der Strecke.

Wovon wir im Job noch weit entfernt sind, haben wir im Bett also schon erreicht. Frauen nähern sich den Männern immer weiter an. Zumindest, was die Häufigkeit von Sex, und die Anzahl der Partner betrifft. Allerdings sind wir im Punkt Experimentierfreudigkeit an den Männern vorbei gezogen. Männer beklagen sich häufiger, dass irgendwie alles so langweilig und immer das Gleiche sei- Frauen tun was dagegen. Und wenn die Männer nicht mitziehen, dann suchen sich 16 Prozent der Frauen eben genauso experimentierfreudige Frauen.

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