FAMILIE FAMILIE

Selbstverteidigung für Kinder: Abwehrtraining in der Kita

Früh übt sich: Selbstverteidigung für Kita-Kids
Früh übt sich: Selbstverteidigung für Kita-Kids Rufen, Treten und Weglaufen! 00:02:30
00:00 | 00:02:30

Selbstverteidigung: Rufen, Treten, Weglaufen!

Es ist die allergrößte Angst von Eltern: Fremde sprechen ihr Kind an oder wollen es womöglich sogar mitnehmen. Damit sich Kinder in so einer Situation richtig verhalten, gibt es in Magdeburg ein spezielles Abwehrtraining für Kita-Kids. Was die Kinder da lernen, kann unter Umständen lebensrettend sein.

Sicherheitstrainer Andreas Heilemann ist mittlerweile ein regelmäßiger Gast in einer Kita in Magdeburg. Er versucht den Kindern in einem viertägigen Kurs vor allem, Spaß am Lernen zu vermitteln und ihnen Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Denn Andreas Heilemann weiß, dass Kinder ganz oft denken, sie schaffen etwas nicht. Dabei gibt es in befremdlichen Situationen, wenn sie beispielsweise von einem Fremden auf der Straße angesprochen werden, ganz einfache Dinge, die sie tun können. “Sie können schreien und sich behaupten. Es ist ganz wichtig, dass Kinder wissen, dass sie das können, denn dann strahlen sie das auch nach außen aus. Denn Kinder agieren zu über 90 Prozent körpersprachlich. Das heißt, man kann es ihnen ansehen – sie sind selbstbewusster und werden dann nicht so schnell zum Opfer.“

Unter anderem in Rollenspielen zeigen der Sicherheitstrainer und sein Team den Kindern, wie sie sich in einer Gefahrensituation verhalten sollten: Rufen, Treten, Weglaufen! Das ist das Mantra, dass den Kids eingeimpft wird. Die Kinder wissen nach dem Sicherheitstraining, wann sie reagieren müssen – „sofort“. Sie wissen auch, wie sie handeln sollten – “volle Pulle!“ und am Wichtigsten, sie lernen zu verstehen, dass es absolut keinen Grund gibt, sie anzusprechen.

Im Video können Sie die verschiedenen Abwehrmethoden sehen:

Selbstverteidigung & Selbstbewusstsein

Bei Situationen an einem Fahrzeug werden sogar Abwehrtechniken, wie das Überstrecken des Arms geübt. Und auch das Erkennen und Identifizieren von Kriminellen steht auf dem Stundenplan. Den Kindern das notwendige Selbstbewusstsein zu geben, ist dem Sicherheitstrainer am Wichtigsten. Und das sehen auch die Eltern so. Die Mütter wissen: “Das ist wie eine Erste-Hilfe-Ausbildung, sodass man weiß, wie soll ich reagieren, was mache ich - und das ist auf jeden Fall wichtig."

Das Abwehrtraining schult die Kids spielerisch, wie sie mögliche Gefahren erkennen können und wie sie damit richtig umgehen. Und am Ende gibt es auch noch eine Urkunde für die mutigen und selbstbewussten Teilnehmer.

Anzeige