Selbstversuch: So heftig schlaucht uns die Hitze

Tierisch heiß: 24 Stunden bei fast 40 Grad

Auf bis zu 37 Grad ist das Thermometer tagsüber in vielen Teilen Deutschlands gestiegen und auch nachts kühlte es nicht richtig runter. Für viele Menschen ist die Hitze des Hochsommers eine echte Qual. Unsere Reporter wollten herausfinden, was die Wärme mit unserem Körper anstellt und wie man sie besser verträgt. Sie haben ein schweißtreibendes Experiment gewagt.

Für den Test haben sich die beiden Reporter Jörg und Julia ein richtig heißes Quartier gesucht - einen Dachboden. Das Thermometer zeigt fast 40 Grad und hier wollen sie 24 Stunden aushalten. Ein Arzt kontrolliert das Experiment und natürlich ist auch ein Kamera-Team vor Ort.

Jörg und Julia entwickeln ganz unterschiedliche Strategien, um mit der Hitze klarzukommen. Jörg futtert Salzbrezeln und Melonenstückchen aus dem Kühlschrank, um den Elektrolyt-Verlust durchs Schwitzen auszugleichen und trinkt warmen Tee. Der Mediziner lobt das: So kommt unsere körpereigene Klimaanlage nicht durcheinander.

Julia kämpft zunächst mit einem Fächer gegen das Schwitzen an. Das bringt allerdings wenig. Auch der Klamottenwechsel bringt keine Erleichterung: Die langen Sachen, die sie mitgebracht hat, speichern die Hitze, statt zu kühlen.

Aber auch Jörgs Geheimtipp, das ein frisches T-Shirt aus dem Kühlschrank anzuziehen, funktioniert nicht nachhaltig: Nach 30 Sekunden ist die Erfrischung weg. Allerdings trinkt er weiterhin kräftig Wasser. Julia hat den Appetit verloren und außerdem keinen Durst.

Bei der Auswertung - nach einer unruhigen, schlechten Nacht mit wenig Schlaf - fehlt Julias Körper fast ein Dreiviertelliter Wasser. Kein Wunder, dass sie völlig fertig ist. Durch das Schwitzen fehlen aber auch 300 Gramm Fett: Hitze ist anstrengend. Der Mediziner rät: Bei großer Hitze zwei Gläser Wasser pro Stunde trinken. Das gilt auch, wenn Sie nachts durch die Hitze aufwachen.

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