Selbstmordgedanken: Jeder dritte Schüler dachte mal an Suizid

Selbstmordgedanken: Jeder dritte Schüler dachte mal an Suizid
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Selbstmordgedanken bei fast jedem 3. Teenager

Fast jeder dritte Schüler leidet heutzutage unter depressiven Stimmungen - zumindest will das eine Studie der DAK unter 6.000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland herausgefunden haben. Ursachen für die vermehrten Suizidgedanken können Mobbing, der steigende Druck in der Schule, schwierige Familienverhältnisse zu Hause oder die Teilnahme an sozialen Netzwerken wie Facebook sein. Aber wie können Eltern die Gefahr erkennen und ihrem Kind helfen?

Antriebslosigkeit, Unsicherheit und allgemeine Unruhe sind nur einige Anzeichen für depressive Stimmung bei Jugendlichen. Diese Stimmung sei zwar keineswegs mit einer richtigen Depression gleichzusetzen, aber Teenager, die bereits erste Stimmungsschwankungen haben, seien grundsätzlich anfälliger für eine richtige Depression.

Selbstmordgedanken durch Mobbing und Druck

Es ist jedoch sehr schwer, die Stimmung der Jugendlichen richtig einzuordnen. Hinzu kommt nämlich außerdem, dass Jugendliche in der Selbstfindungsphase mit vielen Problemen konfrontiert werden und daher Stimmungsschwankungen nicht auszuschließen sind.

"Problematisch wird es, wenn eine depressive Stimmung über einen längeren Zeitraum konstant bleibt", erklärt Gerd Lehmkuhl, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uniklinikum Köln. Besonders hellhörig sollten Eltern werden, wenn ihre Kinder soziale Kontakte einschränken und sich ins virtuelle Netzwerk zurückziehen.

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