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Selbstbräuner als gesunde Alternative? Nichts da!

Selbstbräuner gefährlicher als gedacht

Statt ausgedehnten Sonnenbädern galten jahrelang Creme, Lotion und sogar Spray als die gesündeste Variante, um einen getönten Teint zu bekommen. Doch damit ist jetzt Schluss! Denn jetzt warnen Experten vor der Bräune aus der Tube: Allen voran kann Krebs eine Folge des häufigen Gebrauchs sein - ebenso wie Allergien und Störungen der Fruchtbarkeit. Bei Schwangeren können Selbstbräuner sogar das Risiko von Geburtsfehlern steigern.

Wer es mit dem Sonnenbaden und dem Gang ins Solarium übertreibt, erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das ist bereits bekannt. Schließlich wurde in Deutschland auch ein Solariumverbot für Minderjährige eingeführt - daher ist nicht verwunderlich, dass jeder, der frisch gebräunt aussehen möchte, nach Alternativen sucht. Was liegt da näher als der Griff zur schnellen Farbe aus der Tube?

Doch Selbstbräunungscremes und -sprays sind gefährlicher, als jahrelang angenommen. "Es wäre klug, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, bis die Auswirkungen der verwendeten Substanzen vollständig aufgeklärt sind. Da diese Chemikalien in Verbindung mit anderen Stoffen ein Faktor im Zusammenhang mit den steigenden Fällen von Krebs, Diabetes, Übergewicht und sinkender Fruchtbarkeit sein könnten", erklärt die Geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umwelt Behörde, Jacqueline McGlade der britischen Zeitung 'The Sun'.

Denn langjährige Studien haben ergeben, dass Bräunungslotions Inhaltsstoffe enthalten, die sogar hormonverändernd wirken können. Die Fertilität, also die Fruchtbarkeit von Männern und auch Frauen, kann dadurch empfindlich gestört werden. Außerdem kann auch die Bildung von Krebszellen begünstigt werden. Und damit nicht genug: Bei schwangeren Frauen, die regelmäßig Selbstbräuner benutzen, erhöht sich das Risiko für eine Schädigung des ungeborenen Babys.

Der Großteil aller Selbstbräunungsmittel, ob Spray oder Lotion, enthalten die Verbindung Dihydroxyaceton (DHA). In der obersten Hautschicht, der Hornschicht, reagiert diese Substanz mit den Eiweißen der Haut. Dadurch erst färbt sich die Haut bräunlich. Doch durch eine längere Lagerung sowie durch Wärme zerfällt DHA. Daraus entsteht das gesundheitsschädigende Formaldehyd, ein Stoff, der im Verdacht steht, Krebs auszulösen. Zudem kann er schon in kleinsten Mengen Allergien auslösen und die Schleimhäute empfindlich reizen.

Die giftigen Bestandteile in Selbstbräuner sind um ein vielfaches gefährlicher, als in anderen Pflege- und Schönheitsprodukten. Das liegt daran, dass diese Produkte in der Regel mehrmals pro Woche und auf größere Körperpartien aufgetragen werden.

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