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Sehbehindert wegen Vitamin-A-Mangel: 11-Jähriger auf Diät gesetzt - mit fatalen Folgen

Kind fast blind wegen Vitamin A Mangel
Kind fast blind wegen Vitamin A Mangel 00:00:52
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Sehbehindert wegen Vitamin-A-Mangel

„Karotten sind gut für die Augen“ – diese Binsenweisheit wurde uns in der Kindheit zur Genüge eingetrichtert. Ein Fall aus Kanada zeigt, dass da tatsächlich etwas dran ist: Weil ein elfjähriger Junge unter diversen Lebensmittelallergien litt, setzten seine Eltern ihn auf eine spezielle Diät. Die führte bei dem Jungen zur Erblindung. Der Grund: Ihm fehlten Carotine.

Auf dem Speiseplan standen: Äpfel, Gurken, Fleisch, Kartoffeln

Carotine sind unter anderem in Karotten, Grünkohl und Petersilie enthalten. Warum Carotine so wichtig sind und was passiert, wenn einem Körper zu wenig davon zugeführt wird, erklären wir im Video.

Die Eltern des Jungen wussten sich nicht anders zu helfen: Zahlreiche Allergien und Hautausschläge erschwerten die Ernährung ihres Sohnes enorm. Und doch klang der Speiseplan, den die Eltern des Jungen ihm vorsetzten, gar nicht so einseitig: Kartoffeln, Schweine- und Lammfleisch, Äpfel und Gurken. Das Problem: Seine Mahlzeiten waren eben darauf beschränkt. Keines dieser Lebensmittel enthält einen angemessenen Anteil an Vitamin A, weswegen er vermehrt unter trockenen Augen litt und seine Sehkraft nach und nach verlor.

Es erschienen Bitot-Flecken auf seiner Netzhaut

Nachdem der Zustand des Jungen nach acht Monaten eher schlimmer als besser wurde, brachten seine Eltern ihn ins Krankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt litt er bereits unter Nachtblindheit, konnte seine Hand nur bis 30 Zentimeter von seinem Gesicht entfernt sehen.

Auf seinen Augen diagnostizierten die Ärzte dann Bitots-Flecken. Das sind weiße Flecken auf der Augenbindehaut, die typisch sind für einen Vitamin-A-Mangel. Die Mediziner entnahmen dem Jungen Blut und stellten fest, dass der Sehverlust tatsächlich von einem extremen Vitamin-A-Mangel herrührt.

Dem Jungen verabreichten die behandelnden Ärzte über Wochen Mega-Dosen an Vitamin A, was zwar zu einer Verbesserung der Sehleistung führte. Allerdings wird der Zustand seiner Augen sich nie mehr vollkommen erholen – er gilt als sehbehindert.

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