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Schwitzen im Schlaf - von wegen harmlos

Schwitzen im Schlaf - von wegen harmlos

Gründe für Schwitzattacken

Wer vor uns ist in der Nacht noch nicht schweißgebadet aufgewacht? Plötzlich sind T-Shirt und Bettlaken durchnässt und Sie suchen gedanklich nach einer Ursache für die spontane Schwitzattacke. Betroffene erwachen dann aufgrund des plötzlichen Kältegefühls, das die durchnässte Wäsche auf ihrer Haut auslöst

Für nächtliches Schwitzen gibt es im Normalfall zwei nachvollziehbare Gründe. Entweder Sie haben eine viel zu dicke Bettdecke, so dass sich die Wärme staut oder aber der Raum, in dem Sie schlafen, ist zu stark beheizt. In beiden Fällen reagiert der Körper auf diese äußeren Umstände mit einem Kühlungsprozess nach innen, der uns äußerlich aber mit den üblichen Symptomen schwitzen lässt. Mitunter auch so heftig, dass Sie Ihr Nachthemd, T-Shirt oder auch die Bettwäsche wechseln müssen.

Nachtschweiß kann allerdings auch eine Begleiterscheinung verschiedener Krankheiten sein und sollte bei wiederholtem Auftreten als mögliches Symptom einer organischen oder neurologischen Störung ernst genommen werden. Grund zur Sorge besteht allerdings nur geringfügig, da die meisten Ursachen eher harmlos sind. So können zum Beispiel Kreislaufprobleme und wechselnder Blutdruck zu nächtlichem Schwitzen führen. Aber auch psychologischer Druck, etwa Ärger im Job oder die Trennung vom Partner, können eine Ursache sein.

Rücksprache mit einem Arzt

Fühlen sich Betroffene noch in der Nacht schwach, unausgeschlafen und erschöpft, könnte der Nachtschweiß mit einer bakteriellen Infektionen, Viruserkrankungen oder einer Grippe einhergehen.

Wichtig ist, dass Sie darauf achten, ob neben dem Schweißausbruch noch andere Symptome auftreten. Verliert man zum Beispiel ungewollt an Gewicht, könnte eine Überfunktion der Schilddrüse der Grund sein. Atemnot in Verbindung mit Nachtschweiß kann auf eine Herzmuskelentzündung hindeuten. Außerdem kann ein ständiges Durstgefühl sowie häufiges Wasserlassen gepaart mit nächtlichem Schwitzen ein Hinweis auf eine Diabetes-Erkrankung sein. Im schlimmsten Fall sind auch Lymphdrüsenkrebs oder Leukämie nicht auszuschließen. Entscheidend ist aber, dass in solchen Fällen die Ursachenforschung zusammen mit einem Mediziner betrieben wird.

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