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Schwerkranker MS-Patient darf Hanf im Badezimmer anbauen

Cannabis-Anbau erlaubt
Einem Kranken wurde erlaubt, Cannabis anzubauen, © dpa, Paul Zinken, pdz vfd fux kno

Bundesinstitut erlaubt Anbau

Erstmals in Deutschland darf ein auf medizinisches Cannabis angewiesener Patient sein Hanf selbst anbauen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat einem 53 Jahre alten Mann aus Mannheim erlaubt, in seinem Badezimmer bis zu 130 Cannabispflanzen pro Jahr zum Eigengebrauch zu züchten. Der Patient leidet an Multipler Sklerose.

Das Bundesinstitut hatte den Eigenanbau zuvor stets abgelehnt. Zwar gibt es in Deutschland mehr als 900 Patienten, die Cannabis als Medikament verwenden dürfen. Sie müssen es aber bisher in der Apotheke kaufen, die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Pro Gramm fallen in der Apotheke rund 15 Euro an. Der Mannheimer hatte durch mehrere Instanzen geklagt und argumentiert, dass er monatlich rund 1500 Euro für sein Cannabis ausgeben müsse. Das könne er sich nicht leisten. Im Frühjahr hatte das Bundesverwaltungsgericht die Behörde verpflichtet, den Anbau zu erlauben. Dieses Urteil setzt die Behörde nun um.

MS-Kranker darf Cannabis für Eigenbedarf anbauen
MS-Kranker darf Cannabis für Eigenbedarf anbauen Mann kämpfte 12 Jahre für dieses Recht 00:01:43
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