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Schweinegrippe bei Kindern: Was tun?

Schweinegrippe bei Kindern
Schweinegrippe bei Kindern - so sollten Sie beim Verdacht vorgehen. © BeTa-Artworks - Fotolia

Schweinegrippe ist hoch ansteckend!

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an der Schweinegrippe erkrankt ist, weil es die typischen Symptome zeigt, sollten Sie natürlich umgehend Ihren Arzt besuchen. Rufen Sie diesen aber zuerst in der Praxis an und weisen Sie ihn auf Ihren Verdacht hin. Nur so kann verhindert werden, dass im Falle einer Ansteckung weitere Menschen im Wartezimmer infiziert werden.

Schon auf dem Weg zur Praxis sollten Sie engen Kontakt zu anderen Menschen meiden. Ansonsten gelten die üblichen Regeln. Achten Sie vor allem auf eine gute Hygiene des Kindes und auf möglichst geringen Umgang mit anderen Kindern. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung liegt zwischen ein und sechs Tagen. Sie können allerdings bereits nach weniger als 24 Stunden andere Menschen mit dem Virus infizieren.

Der Arzt wird bei Ihrem Kind einen Rachen- oder Nasenabstrich machen und diesen an ein Labor zur Untersuchung schicken. Sie werden das Ergebnis nicht unbedingt am selben Tag erhalten. Dennoch ist natürlich Vorsicht geboten. Die Viren sind äußerst ansteckend.

War der Test positiv, gehören Sie zu den bestätigten Schweingrippe-Fällen. Sie sollten jetzt bloß nicht in Panik geraten, denn der Krankheitsverlauf ähnelt dem der 'normalen' Influenza.

Bei Verdachtsfällen oder bestätigter Diagnose muss das Kind auf jeden Fall zu Hause bleiben. Informieren Sie aber die Schulleitung und auch Ihr Gesundheitsamt, wenn es sich bei der Krankheit Ihres Kindes tatsächlich um Schweinegrippe handelt.

Informieren Sie Ihr Umfeld über die Schweinegrippe-Infektion

Überlegen Sie genau, ob und mit wem Ihr Kind in den Tagen vor Ausbruch der Krankheit Kontakt hatte. Informieren Sie dann gegebenenfalls andere Eltern oder Kontaktpersonen, damit diese eine entsprechende Vorsorge leisten können.

In besonders schweren Fällen wird Ihr Arzt mit Ihnen zusammen überlegen, das Kind in ein Krankenhaus einweisen zu lassen. Dies geschah bisher aber äußerst selten.

Zu Hause sollten Sie bei der Erkrankung des Kindes die Wohnung sinnvoll aufteilen. Denn es sollten möglichst wenig Familienmitglieder mit dem kranken Kind in Kontakt kommen – so traurig das in dieser Zeit auch ist.

Bringen Sie Ihrem Kind also erstmal das Essen ins Kinderzimmer und betreuen es auch möglichst in diesem einen Raum. Es nutzt keinem etwas, wenn sich das kranke Kind im Wohnzimmer auf der Couch breit macht und dort die Viren weiter verteilt. Außerdem sollten Sie regelmäßig gut lüften, um die Zahl der Viren in der Luft zu verringern.

Sollten Sie mit einem Partner zusammen leben, legen Sie am besten eine Person fest, die sich um das kranke Kind kümmert. Dann setzen sich nicht beide der Gefahr aus, sich anzustecken. Derjenige, der mit dem Kind in Kontakt steht, ist natürlich stark gefährdet - und sollte entsprechend vorsichtig handeln und auch auf eigene Symptome achten.

Im Krankheitsfall des Kindes dann natürlich auf Körperkontakt wie Küssen, Umarmen usw. verzichten. Auch, wenn es schwer fällt.

Eine Impfung des Kindes macht bei ausgebrochener Erkrankung keinen Sinn mehr. Dann geht es darum, die Krankheit akut in den Griff zu bekommen.

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